Hintergrund: Rund 2,5 Millionen Menschen gehörten deutschlandweit in 2020 zur Altersgruppe 85 plus. Bis 2055 wird diese Gruppe auf bis zu 6,5 Millionen Menschen anwachsen. Immer mehr Menschen werden demnach zugleich auf Pflege angewiesen sein. Ein nicht zu unterschätzendes Armutsrisiko – bei Unterbringung im Heim zahlen Betroffene schon jetzt durchschnittlich 2.179 Euro als Eigenleistung (Versicherungsbote berichtete).

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Wer sich gegen dieses Risiko pflegebedingter Armut absichern will, dem bleibt nur der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung. Produkte werden zum einen durch Lebensversicherer angeboten – am Bekanntesten ist hier die Pflegerentenversicherung (Versicherungsbote berichtete). Jedoch sind derartige Produkte keineswegs die erfolgreichsten beim Absichern des Pflegerisikos. Denn mehr und mehr erhalten stattdessen Produkte der privaten Krankenversicherer Zulauf.

Erfolgreichstes Produkt: Die Pflegetagegeldversicherung

So hat sich mittlerweile die Pflegetagegeldversicherung zum erfolgreichsten Produkt privater Pflegevorsorge gemausert – gemäß Statistik des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) sind aktuell rund 26,44 Millionen Pflegetagegeldpolicen im Umlauf. Ein anderes Produkt ist die Pflegekostenversicherung. Hier wird – statt eines fest definierten Tagegelds je Pflegegrad – ein vertraglich vereinbarter Prozentsatz der tatsächlich anfallenden Kosten ersetzt.

Eine besondere Form der Pflegevorsorge ist zudem die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung. Diese wurde unter dem früheren Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) eingeführt: Seit 2013 können Pflegetagegeldversicherungen mit fünf Euro pro Monat staatlich bezuschusst werden. Grundlage hierfür ist das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG).

Versicherungsbote stellt die PKV-Marktführer der Pflegezusatzversicherung vor

Wer aber sind die Marktführer der PKV-Produkte zur privaten Pflegevorsorge? Antwort hierüber gibt der aktuelle „Branchenmonitor Krankenversicherung 2015-2020“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Weil das Analyseinstrument zudem gebuchte Bruttoprämien in der Pflegezusatzversicherung nach ergänzender und geförderter Pflegeversicherung scheidet, lässt sich zugleich das Beitragsvolumen geförderter Vorsorge (Pflege-Bahr) bestimmen.

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Der Branchenmonitor der V.E.R.S. Leipzig GmbH wertet Daten aus den Jahresabschlüssen privater Krankenversicherer aus, ebenso Daten aus dem Statistischen Jahrbuch des Branchenverbandes GDV. Er deckt die 25 größten Versicherer (und damit 97 Prozent des PKV-Marktes) ab und kann kostenpflichtig auf der Webseite der Leipziger Analyseexperten bestellt werden.