Vom selbstständigen Versicherungsvermittler über kleinere Büros bis hin zu den großen Finanzhäusern – alle Erfolgreichen der Branche setzen bei ihrer Außendarstellung auf eine moderne Homepage. Schließlich dient sie als digitale Visitenkarte, als Schaufenster fürs Unternehmen, als Aushängeschild und Tor zu weiteren Kanälen. Von hier aus finden User zu kostenlosen Informationen, zum Shop, Firmenblog oder zu Kontaktdaten. Die meisten Vermittler, Makler, Berater und Anbieter stecken jede Menge Geld, Mühe und Gehirnschmalz in die Präsentation ihres Onlineauftritts. Alles um bei Kunden, Interessenten, Lieferanten, Bewerbern und dem Wettbewerb den perfekten Eindruck zu hinterlassen. Nicht selten tummeln sich aber noch andere Besucher im digitalen Vorgarten: Datenschutzbehörden, Abmahnanwälte oder Cyberkriminelle.

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Achim Barth ist mehrfach zertifizierter Datenschutzbeauftragter.Barth Datenschutz

Neben einer tollen Optik und intuitiven Handhabung überzeugt eine professionelle Webseite eben auch durch ihre Datensicherheit. Leider fallen mehr Homepages, als wir denken, beim Sicherheitscheck durch. Technik und Präsentation verfehlen häufig die gesetzlichen Vorgaben. Besonders die Datenschutzhinweise lassen bei vielen Onlineauftritten zu wünschen übrig. Dabei ist dieser Vermerk genau der Part, den sich Abmahnanwälte, Wettbewerber oder Aufsichtsbehörden als Erstes anschauen. Ist hier der Wurm drin, gehen die Datenschutzexperten gerne tiefer ins Detail. Im Folgenden finden Versicherungsprofis die wichtigsten Tipps, um ihre Webseite wasserdicht und DSGVO-konform aufzustellen.

Datenschutzerklärung: So machen es Vermittler richtig

Eine Top-Website steht und fällt mit der Datenschutzerklärung. Mit ihr erfüllt der Vermittler seine Informationspflicht nach Artikel 13 der DSGVO. Professionelle Webseitenbetreiber achten darauf, dass die Hinweise der Datenschutzerklärung leicht zu finden und in einfacher Sprache formuliert sind. Viele Webdesigner bauen einen Direktlink in der Fußzeile ein. Manch einer setzt bei der Erstellung der Datenschutzerklärung auf kostenfreie Generatoren. Ihr Einsatz ist jedoch nicht so leicht, wie viele vermuten. Schließlich muss der Versicherungsprofi die Generatoren aktiv mit dem füttern, was er über die Webseite weiß. Auch Änderung muss der Betreiber zügig eintragen. Zuverlässiger ist es, den Text von einer Fachkraft aufsetzen zu lassen.

User können in der Datenschutzerklärung nachlesen, was mit ihren Daten passiert, wenn sie die Homepage des Versicherungsexperten durchstöbern. Sie erfahren, warum und auf welche Weise der Betreiber personenbezogene Daten überhaupt erhebt. Gleichzeitig gehört in die Erklärung eine Info, an welche Dienstleister die Versicherungskraft die Daten weitergibt – zum Beispiel an Tracking-Tools wie Google Analytics oder Plugins, die die Seite am Laufen halten.

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Werden die Daten dabei in ein Land übermittelt, in dem die europäische DSGVO nicht gilt, müssen Verantwortliche darauf separat hinweisen. Letztendlich muss die Datenschutzerklärung über alle Dienste und Drittanbieterverbindungen informieren, die technisch integriert sind – auch auf stillgelegten Unterseiten.

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