Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Typklassen für rund 32.000 verschiedene Pkw-Modelle neu berechnet. Große Umstufungen blieben auch nach der neuen Typklassenstatistik eher die Ausnahme. In der Kfz-Haftpflichtversicherung bleiben für fast drei Viertel der Pkw die Typklassen des Vorjahres erhalten. Das betrifft rund 30,3 Millionen Autofahrer.

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Nur für wenige Modelle geht es um mehr als eine Klasse nach oben oder nach unten. So verbessern sich beispielsweise der Kia E-Niro, Nissan Juke 1.0 (Typ F16, seit 2019), Peugeot 508 SW 2.2 HDI, Skoda Superb 2.0 TDI und der VW E-Golf VII (Typ AU, seit 2016) jeweils um zwei Klassen. Gleichzeitig verschlechtert sich der Hyundai Kona 1.6 T (Typ OS, seit 2017) um zwei Typklassen verschlechtert.

In der Vollkasko ändern sich die Typklassen für rund 43 Prozent der Fahrzeughalter. Hier dürfen sich vier von zehn Versicherte (40 Prozent) über niedrigere Einstufungen freuen. Das betrifft immerhin rund 9,5 Millionen Fahrzeuge. Lediglich drei Prozent der Vollkaskoversicherten rutschen in eine höhere Klasse. Davon betroffen sind etwa 660.000 PKW.

Bei der Teilkasko bleiben die Einordnungen für immerhin fast zwei Drittel der Autofahrer (64 Prozent) unverändert. Ein Drittel der Versicherten mit Teilkaskoschutz (32 Prozent) erhält eine niedrige Typklasse. Darüber dürfen sich etwa 4,1 Millionen Fahrzeughalter freuen. Gleichzeitig müssen vier Prozent der Autofahrer eine höhere Einordnung hinnehmen. Das betrifft rund 490.000 Fahrzeuge.

Hohe Einstufungen ergeben sich für viele hochmotorisierte Oberklasse-Modelle und SUVs, unter anderem für den Audi Q8 50 TDI Quattro (Typ 4L, seit 2018), BMW M5 XDrive, Range Rover Velar 20D AWD (Typ LY, seit 2017) und Tesla Model X. Vergleichsweise niedrig eingestuft werden ältere Modelle und Kleinwagen wie unter anderem der Kia Picanto 1.0 (Typ JA, seit 2017) oder der Skoda Citigo-E (Typ AA, seit 2019) - allesamt Kleinwagen.

Nur für wenige Modelle ging es um mehr als eine Klasse nach oben oder nach unten. So verbesserte sich beispielsweise der Opel Combo-E Life 1.2 in der Vollkasko um eine und in der Teilkasko um zwei Stufen. Dagegen verschlechterte sich beispielsweise der Range Rover Velar 30D AWD in der Vollkasko- und in der Teilkaskoversicherung um jeweils zwei Klassen. Ob Ihr Fahrzeug in eine neue Typklasse eingestuft wurde, erfahren Sie auf der Homepage typklasse.de.

Typklassen: Einstufung durch Unfallstatistik

Je höher die Einstufung der Typklasse, um so teurer ist die Autoversicherung. In die Berechnungen der Vollkasko-Versicherung fließen die Versicherungsleistungen für Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen und für Teilkasko-Schäden ein. Dazu gehören etwa Schäden durch Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse. Für die Statistiken der Teilkaskoversicherung werden nur Teilkaskoschäden betrachtet.

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Dazu wird jedes Jahr vom GDV eine Schadenbilanz von rund 32.000 verschiedenen Automodellen bestimmt. Werden im Vergleich zu den letzten drei Jahren weniger Schäden gemeldet, wird das Model in eine niedrigere Klasse eingestuft. Umgekehrt ist es genauso. Für Versicherungsunternehmen ist die Einstufung unverbindlich, kann aber ab sofort in Neuverträgen und für bestehende Verträge umgesetzt werden. In der Regel gilt die Typklasse ab dem 1. Januar 2022.