Hintergrund: Hat die Lebensversicherung ein Nachfrageproblem? Fakt ist: Sie hat es schwer als Vorsorgeprodukt in Zeiten des Niedrigzins. So konnten die branchenweit verdienten Bruttoprämien zwischen 2019 und 2020 auch nur leicht gesteigert werden – von 98,15 Milliarden Euro auf 98,65 Milliarden Euro. Zaghafte 0,5 Prozent Wachstum stehen demnach für die Branche auf der Haben-Seite.

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29 von 79 Versicherern, die der aktuelle MAP-Report mit der Nummer 919 auflistet, müssen gar einen Rückgang bei den verdienten Bruttoprämien in 2020 hinnehmen – rund 37 Prozent der Unternehmen. Dass hierunter auch Marktführer mit einem hohen Beitragsvolumen fallen, macht die Sache noch prekärer (Versicherungsbote berichtete).

Andererseits aber gibt es auch einige Gesellschaften, die in 2019 auffallend hinzugewannen – entgegen dem Branchentrend. So steht an der Spitze der Veränderungen ein positives Delta von 83,4 Prozent bei den verdienten Bruttoprämien in 2020 gegenüber 2019 – für die HanseMerkur: sie steigert die verdienten Bruttoprämien von 355,10 Mio. Euro auf 651,28 Mio. Euro. Die Dortmunder gewinnt 45,2 Prozent bei verdienten Bruttoprämien hinzu (Prämiensteigerung von 13,16 Mio. Euro auf 19,11 Mio. Euro) und die Credit Life gewinnt 44,7 Prozent hinzu (Steigerung von 128,76 Mio. Euro auf 186,27 Mio. Euro). Auch die Direkte Leben steigert verdiente Bruttoprämien um mehr als 40 Prozent in 2020 (von 26,95 Mio. Euro auf 37,79 Mio. Euro).

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Obige Bildstrecke aber stellt nicht Versicherer mit dem größten prozentualen Zugewinn vor, sondern Versicherer mit dem größten Prämienzugewinn nach absoluten Zahlen. Alle Zahlen sind dem aktuellen MAP-Report mit der Nummer 919 entnommen – Solvabilität im Vergleich 2011 bis 2020. Der Report kann zusammen mit anderen Ausgaben der Traditionsreihe auf der Webseite von Franke und Bornberg bestellt werden.