Wechseln Versicherte ihren Versicherungsvermittler, führt das nicht selten zu Streitigkeiten. Verträge werden gekündigt oder umgedeckt und der abgebende Vermittler verliert mit dem Kunden auch Bestandsprovision. In der Welt der Ausschließlichkeitsvertreter und Mehrfachagenten wird mitunter von ‚Maklereinbruch‘ gesprochen. Gegen diese Art ‚Einbrüche‘ will man sich auch bei der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) schützen.

Anzeige

Gelingen soll das mit sogenannten ‚Mandantenschutzbriefen‘ (liegt Versicherungsbote vor; siehe Screenshot). Solche Schreiben soll der neue Vermittler ausfüllen, wenn er einen von der DVAG vermittelten Vertrag vorzeitig kündigen will. Doch das ist noch nicht alles.

Die Maxpool Maklerkooperation GmbH aus Hamburg hat sich die Schreiben näher angesehen. Nach rechtlicher Prüfung kommen die Hamburger zu dem Schluss, dass es sich dabei um eine irreführende und damit unzulässige geschäftliche Handlungen gemäß Paragraf 1 Absatz 1 UWG handelt. Makler würden in unzulässigerweise herabgesetzt, verunglimpft und gezielt behindert (§ 3 Abs. 1 i. V. m. § 5 Abs. 1 Nr. 3 UWG) zudem sei die Entscheidungsfreiheit des Kunden durch eine unzulässige Beeinflussung erheblich beeinträchtigt (§ 4 a Abs. 1 Nr. 3 UWG), so Maxpool. Die Hamburger mahnten deshalb die DVAG wegen Verstößen gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ab.


Anzeige


Seite 1/2/