Jamal El Mallouki: Für die Digitalisierung des Geschäftsmodells von Finanzanlagenvermittlern haben wir die PRO Agent Lösung entwickelt. Damit können die Vermittler ihren Kunden eine vollständig digitale Zeichnungsstrecke anbieten, die unabhängig von Ort und Zeit funktioniert. Auch die Dokumentenverwaltung und andere administrative Aufgaben lassen sich digital abbilden. Benötigt wird dazu die Lizenz als Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO.

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Aufbauend darauf haben wir den Marktplatz CrowdDesk NEXT geschaffen, der eine Vielzahl digitaler Emissionen für Finanzvermittler bietet und worauf diese direkt zugreifen können. Diese Emissionen können auf der eigenen Website zur Online-Zeichnung angeboten werden oder mit Hilfe des CrowdDesk-Systems auf einer kostenlosen Standard-Website. Sind alle nötigen Schritte abgewickelt, lässt sich das Kunden-Netzwerk ganz einfach per Mail oder soziale Netzwerke über die Finanzprodukte informieren. Programmierkenntnisse sind dazu nicht notwendig und bei Fragen stehen wir natürlich jederzeit zur Verfügung.

Sie empfehlen Finanzanlagenvermittlern, die eigene Webseite zur Umsatzsteigerung zu nutzen und die Geschäfte mittels Tools abzuwickeln. Wie kann das rechtssicher geschehen - und derart, dass der Vermittler dennoch wichtigster Ansprechpartner des Kunden bleibt?

Rechtssicherheit ist einer der zentralen Aspekte für uns. Denn wir wissen, wie wichtig diese für die Arbeit der Finanzanlagenvermittler ist. Die gesamte Datenübertragung, die über die CrowdDesk-Lösung laufen, werden mit einer Verschlüsselung versehen und es sind umfängliche Compliance-Einstellungen vorhanden, um die Software selbst zusätzlich individuell nach Anspruch des Kunden anzupassen. Natürlich sind geltenden Gesetzgebungen und Bestimmungen immer in der Software verankert und bei neuen Regularien wird das Produkt automatisch aktualisiert. Rechtssicherheit kann also zu jeder Zeit gewährleistet werden. Die eigentliche, auf den Kunden angepasste Beratungsleistung wird dabei nicht ersetzt – das ist auch gar nicht das Ziel. Der Vermittler bleibt Hauptansprechpartner, er gewinnt aber durch die Digitalisierung noch zusätzliche Zeit, um auf individuelle Wünsche einzugehen. Kunden werden weiterhin vor allem menschlichen Beratern vertrauen, das wird sich so schnell nicht ändern. Die Digitalisierung macht die Arbeit nur angenehmer und effizienter.

Geben die Vermittler nicht einen wichtigen Wettbewerbsvorteil auf, wenn sie mehr und mehr über digitale Kanäle agieren - den persönlichen Kontakt mit dem Kunden und das dadurch gewonnene Vertrauen? Wie kann dies verhindert werden?

Ganz im Gegenteil: Auf den persönlichen Kontakt muss keinesfalls verzichtet werden und digitale Kanäle können den Austausch noch vereinfachen. Gerade in Situationen wie der aktuellen Coronakrise kann durch unkomplizierte Videoberatung der direkte Kontakt zum Kunden beibehalten und so auch in Krisenzeiten das Vertrauen aufrechterhalten werden. Die vollständig digitale Zeichnungsstrecke rundet diesen Prozess ideal ab. Und dadurch, dass administrative Aufgaben digital effizienter abgewickelt werden können, ist mehr Zeit für den eigentlichen Kontakt mit dem Kunden und die professionelle Beratung vorhanden.

Viele Finanzanlagenvermittler nutzen bereits umfangreich digitale Tools wie Videoberatung, Vergleichssoftware, Kunden-Akquise über Netzwerke wie Xing und LinkedIn oder Rechner, die auf der Seite eingebunden sind. Müssen Finanzanlagenvermittler künftig mehr denn je IT- und Medien-Experten sein? Wie kann man sich da noch auf die eigentliche Aufgabe -die Kundenberatung- konzentrieren?

Das wichtigste ist, dass die digitalen Lösungen eben ohne Programmierer- oder IT-Kenntnisse zu installieren und bedienen sind. Am besten ist hier natürlich eine All-in-One-Lösung, damit gleich mehrere Prozesse digital abgewickelt werden können. Unsere Lösung ist ein gutes Beispiel und lässt sich ganz unkompliziert in das bereits bestehende IT-System integrieren, so muss auch an dieser Front keine Extra-Arbeit durch Umstellungen geleistet werden oder technisches Vorwissen vorhanden sein.

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Die Fragen stellte Mirko Wenig