Bis Ende 2017 war Getsafe als Online-Makler aufgetreten und hatte sich auf einen digitalen Vertragsordner spezialisiert. Seither agiert das Heidelberger Unternehmen auch als Assekuradeur mit eigenen Angeboten in den Bereichen Haftpflicht, Hausrat, Zahnzusatz und Rechtsschutz.Im September 2018 trennte sich Getsafe vom Maklergeschäft. Das junge Unternehmen wollte sich künftig auf die eigene Versicherungs-Plattform konzentrieren.

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Diese wurde mittlerweile auch auf dem britischen Markt ausgerollt. Eine eigenständige britische Tochtergesellschaft mit Sitz in London solle digitale Hausrat-Policen verkaufen. Für die Police arbeitet Getsafe mit Hiscox als Risikoträger zusammen.

Nun vermeldet Getsafe den nächsten Schritt auf dem deutschen Markt. Denn der Assekuradeur will sich zum Versicherer wandeln. Dazu habe das Unternehmen bereits im Februar eine Versicherungslizenz bei der BaFin beantragt. Diese solle für den Bereich Schaden- und Unfallversicherung gelten. “Für uns war es in der Anfangsphase wichtig, schnell in den Markt einzutreten, und Erfahrungen zu sammeln, anstatt im Lizenzierungsprozess wertvolle Zeit zu verlieren. Nun haben wir Markttauglichkeit und Erfolg unseres Geschäftsmodells bewiesen und gehen mit dem BaFin-Antrag den nächsten Schritt, um die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit unseres Geschäfts zu unterstreichen,” sagt Christian Wiens, CEO und Gründer von Getsafe.

Durch diesen Schritt soll Getsafe vom Versicherungsanbieter zum Risikoträger werden. Auch sollen so neue Produkte und Dienste noch schneller umgesetzt werden können. “Wir wollen möglichst schnell 80 bis 90 Prozent aller Bedarfe unserer Kunden decken. Getsafe steht für eine ganzheitliche Lösung, die jeden Lebensbereich abdeckt – nicht für einzelne Produkte. Die eigene Lizenz ist daher ein Teil der Gesamtstrategie, um innovative Ansätze im Underwriting und der Schadensregulierung sowie weitere Produkte für Kunden noch schneller umsetzen zu können.”, erklärt Wiens.

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Für den neu gegründeten Versicherer hat sich Getsafe einen prominenten Aufsichtsrat zusammengestellt. So sollen unter anderem der ehemalige MLP-Vorstand Gerhard Frieg und Ulrich Rosenbaum, ehemaliger Vorstand der Talanx-Gruppe, dem Gremium angehören. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.