Vor allem die Angebote mit neuen Garantien und Risikoprodukte seien gut an den Mann und die Frau gebracht worden. Diese Produkte machten anno 2019 einen Anteil von 93 Prozent am Neugeschäft aus. Die im vergangenen Jahr neu gestartete "PrivateFinancePolice" sei in nur zwei Monaten knapp 1.000 Mal verkauft worden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Anzeige

Die eingenommenen Beiträge in der Krankenversicherer stiegen um 3,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Sowohl die Voll- als auch die Zusatzversicherung habe gute Zahlen beim Neugeschäft geliefert (+12 Prozent). Jedoch wurde in diesem Segment weniger Gewinn gemacht. So sank der Gewinn um 15 Millionen Euro (7,5 Prozent) auf 185 Millionen Euro. Ende 2019 seien 2,7 Millionen Personen bei der Allianz krankenversichert gewesen und damit 59.000 Personen mehr als noch im Jahr zuvor.

Allianz-Zahlen in der Übersicht:

  • Operatives Ergebnis klettert um 7,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro
  • Umsatz steigt um 15,2 Prozent auf 42 Milliarden Euro
  • Sachversicherung steigert Gewinn um 15,9 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro
  • Nettoergebnis steigt um 22,7 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro
  • Lebensversicherung steigert Neugeschäft um 38,2 Prozent
  • Elementarschäden verursachen Schäden in Höhe von 547 Millionen Euro

Elementarschäden drücken Ergebnis

Die Komposit-Sparten legten beim Umsatz um 2,1 Prozent auf jetzt 10,7 Milliarden Euro zu. Insbesondere mit der Autoversicherung habe der Versicherer punkten können. So habe sich die Zahl der versicherten Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um 821.000 auf 8,7 Millionen erhöht. Allein das Joint Venture mit der ADAC Autoversicherung habe rund 600.000 Fahrzeuge in den Bestand gespült. Weitere 221.000 versicherte Fahrzeuge seien im Jahresverlauf eingeworben worden. „Wir hatten eine sehr erfolgreiche Abwerberunde und einen starken Verkaufsstart der ADAC Autoversicherung im vergangenen Jahr“, sagt Röhler, der seit Ende letzten Jahres als Vorstandsvorsitzender auch die Sachversicherung verantwortet.

Einen großen Sprung habe das Unternehmen beim Gewinn mit Sachversicherungen verzeichnen können. So stieg das operative Ergebnis 2019 um 15,9 Prozent auf nun 1,26 Milliarden Euro. Belastet wurden die guten Zahlen von den starken Unwettern 2019. Diese ließen die Aufwendungen für Elementarschäden leicht ansteigen. Insgesamt habe das Unternehmen ihren unwettergeschädigten Kunden 547 Millionen Euro ausgezahlt. 2018 waren es 511 Millionen Euro.

Anzeige

Im Bereich der Kapitalanlagen vermeldet der Konzern ebenfalls gute Zahlen. Demnach wuchsen die verwalteten Kapitalanlagen des Versicherungsgeschäfts wuchsen um 14,2 Prozent auf 349,1 (305,8) Milliarden Euro. Das Kapitalanlagenergebnis habe sich um 15,7 Prozent auf 11,9 (10,3) Milliarden Euro erhöht.