Ende 2016 musste auch die Allianz ihre Überschüsse für 2017 nach unten korrigieren. Das Münchener Unternehmen senkte den laufenden Zins bei den Klassikpolicen um 0,3 Prozentpunkte. Damit lag die gesamte Verzinsung bei den klassischen Policen für 2017 bei 3,4 Prozent (2016: 3,7 Prozent). Seither konnte der Versicherungskonzern die Überschüsse stabil halten.

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Für 2020 meldet die Allianz nun eine Absenkung der Gesamtverzinsung. So solle die Gesamtverzinsung für Klassikpolicen im kommenden Jahr bei 3,1 Prozent liegen. Die Zinsen setzen sich zusammen aus der laufenden Verzinsung von 2,5 Prozent und dem Schlussüberschuss inklusive Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven von weiteren 0,6 Prozent.

Für die Rente „Perspektive“ geht es ebenfalls 0,3 Prozentpunkte abwärts. Die gesamte Verzinsung für die Rentenversicherung, die ohne Garantiezins ausgestattet ist, solle inklusive Schlussüberschuss bei 3,4 Prozent liegen. Dieser Wert enthält die laufenden Zinsen von 2,6 Prozent und den Schlussüberschuss von zusammen weiteren 0,8 Prozent.

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Im August hatte die Allianz bereits die Gesamtverzinsung für aufgeschobene Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag nach unten korrigiert. Dies solle jedoch nur für das Neugeschäft gelten. Konkret solle der laufende Zins in den ersten vier Vertragsjahren auf 0,9 Prozent abgesenkt werden. Dadurch würde beispielsweise die Gesamtverzinsung bei "Perspektive"-Verträgen bei 2,1 statt bisher 2,4 Prozent liegen. Ab dem fünften Vertragsjahr sollen die Policen wieder höher verzinst werden. Dann lägen die Zinsen wie bei Verträgen mit laufendem Beitrag.