Im Februar 2019 hatte das deutsche Fintech Raisin in einer Finanzierungsrunde 100 Millionen Euro einsammeln können. Und, es ist nicht die erste Geldspritze für das Berliner Unternehmen. Denn in der Vergangenheit hatte Raisin bereits mehrere Finanzierungsrunden durchlaufen. Im Rahmen dessen pumpten prominente Risiko-Kapitalgeber wie Thrive Capital, Ribbit Capital und Index Ventures rund 60 Millionen Euro in das Unternehmen.

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Ende 2017 wurde in einer weiteren Finanzierungsrunde der Online-Riese Paypal aus San José in Kalifornien als Geldgeber gewonnen. Damals floss ein zweistelliger Millionenbetrag in den Festgeld-Marktplatz. In Deutschland ist der Marktplatz für Finanzprodukte unter der Marke Weltsparen bekannt. Aktuell bieten 81 Banken Sparprodukte über Raisins verschiedene Zinsportale an. Diese reichen von Tagesgeldern bis hin zu langfristigen Spareinlagen.

Die Kriegskasse ist, ob der potenten Geldgeber, gut gefüllt. Deshalb hatte sich Raisin bereits im März die Frankfurter MHB-Bank einverleibt. Nun kommt mit dem Fintech Fairr eine zweite Übernahme in diesem Jahr dazu. Das Berliner Unternehmen war 2013 gegründet worden und war insbesondere durch seine Riester-Rente bekannt geworden. Denn das Verbraucherportal Finanztip hatte das Produkt mit dem Namen Fairriester 2016 zum "besten Fondssparplan mit staatlicher Zulage" gekürt.

Inzwischen bietet der Berliner Finanzanlagenvermittler über sein Portal auch digitale Lösungen für Rürup-Renten und zur betrieblichen Altersvorsorge an. Diese basieren vornehmlich auf ETF-Produkten. Diese sollen künftig auch Kunden aus dem Hause von Weltsparen angeboten werden. Deshalb sollen die Produkte künftig unter der Marke "fairr by raisin" geführt werden. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

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Im Rahmen der Übernahme sollen alle Mitarbeiter von Fairr künftig für Raisin arbeiten. Die drei Fairr-Gründer Jens Jennissen, Alexander Kihm und Ambros Gleißner sollen führende Rollen im neu geschaffenen Bereich für Anlage- und Altersvorsorgeprodukte erhalten.