Alle anderen Vertriebskanäle sind in der Kranken-Sparte bisher weniger bedeutsam. Auf Rang drei platziert sich der Direktvertrieb mit 7,6 Prozent. Zwar legten die Online-Abschlüsse mit 0,3 Prozentpunkten zu. Dennoch weisen sie schon einen deutlichen Rückstand zu den Maklern auf. Die Banken konnten 4,2 Prozent des Neugeschäfts auf sich vereinen. Mehrfachvertreter legten um 0,2 Prozentpunkte zu und lagen damit bei 3,6 Prozent des Neugeschäfts.

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Direktvertrieb holt bei Schaden/Unfallversicherung langsam auf

Auch in der Schaden- und Unfallsparte dominiert der Einfirmenvertrieb mit 46,2 Prozent des Neugeschäfts. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 0,2 Prozentpunkten. Hier konnten die Makler auf Rang zwei zulegen: Ihr Anteil wuchs um 0,8 Prozentpunkte und erreichte 27,7 Prozent des gesamten Neugeschäfts. Eine vergleichsweise starke Position nimmt im Schaden- und Unfallsegment der Direktvertrieb ein, der ebenfalls gegenüber dem Vorjahr seinen Anteil ausbauen konnte: Er legte um 0,1 Prozentpunkte zu und erreicht 15,0 Prozent des Neugeschäfts. Laut GDV ist eine Ursache, dass speziell Kfz-Versicherungen vermehrt im Internet abgeschlossen werden. Knapp ein Fünftel aller neu abgeschlossenen Kfz-Verträge wurden von den Verbrauchern im Netz oder über ein Vergleichsportal gezeichnet.

Kreditinstitute mussten in der Schaden-/ Unfallsparte leichte Verluste (-0,3 Prozentpunkte) hinnehmen und erreichten 5,1 Prozent der Marktanteile. Mehrfachvertreter machten hier nur 2,5 Prozent des Neugeschäfts aus, was ein Minus von 0,2 Prozentpunkten bedeutet.

Auch in diesem Jahr hat der GDV den Anteil der Vertriebswege nach dem ‚Annual Premium Equivalent‘ (APE) ausgewiesen. Diese in der Versicherungswirtschaft gebräuchliche Messgröße bezeichnet die Summe aller Prämieneinnahmen eines Jahres aus laufenden Beitragszahlungen und ein Zehntel aller Einnahmen aus Versicherungen mit Einmalzahlung. Die Laufzeit der Verträge findet dabei keine Berücksichtigung. Bei dieser Betrachtungsweise ergebe sich daher für die Lebensversicherung ein etwas anderes Bild. Über ein Viertel des Neugeschäftsvolumens wird demnach am Bankschalter vermittelt (27,5 Prozent). In der Betrachtung nach Beitragssumme, bei der die Laufzeit der Verträge Berücksichtigung findet, liegt der Anteil des Bankvertriebs hingegen nur bei 18,6 Prozent.