Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Vertriebswegestatistik 2018 veröffentlicht. Dazu hat der Versichererverband die Marktanteile anhand der Beitragssumme ausgewertet. Eine wichtige Erkenntnis daraus ist, dass die persönliche Beratung im Versicherungsvertrieb weiterhin Trumpf bleibt und der Direktvertrieb inklusive der Vergleichsportale nur marginal zulegt.

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Wenn Kundinnen und Kunden einen Versicherungsvertrag abschließen wollen, suchen sie noch immer am häufigsten einen Einfirmenvermittler oder einen Makler auf. In allen drei Sparten: Lebensversicherung, Krankenversicherung und Schaden/Unfall haben die Vertreter die Nase vorn. Und wie sieht es bei den Online-Vertriebswegen aus? Entgegen aller Prognosen, wonach die Deutschen bald nur noch über Alexa, Siri und Co. ihre Versicherungen abschließen werden, ist der Anteil des Direktvertriebes am Neugeschäft noch immer marginal. Dennoch lässt sich feststellen, dass der Vertrieb per Mausklick in einigen Sparten deutlich zulegen konnte.

In der Lebensversicherung konnten die Einfirmenvertreter ihren Anteil am Neugeschäft 2018 leicht um 0,2 Prozentpunkte ausbauen. 40,1 Prozent aller Neuabschlüsse entfielen auf diesen Vertriebsweg. Der Anteil der Versicherungsmakler stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 28,8 Prozent.

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Als drittstärkster Vertriebsweg in der Leben-Sparte konnten sich mit 18,6 Prozent (Plus 0,2 Prozentpunkte) die Kreditinstitute behaupten. Mehrfachvertreter vereinen 6,8 Prozent des Neugeschäfts auf sich und verlieren gegenüber dem Vorjahr 0,1 Prozentpunkte. Erst dann folgt der Direktvertrieb, dem auch große Vergleichsportale wie Check24 zugerechnet werden. Er bleibt konstant bei 2,2 Prozent des Neugeschäfts.