Stephan Bruckner: Die Zukunftspolice ist eine reine fondsgebundene Rentenversicherung mit allen Vorteilen, wie Steuerprivilegien, Möglichkeit der Kapitalisierung und lebenslanger Rentenzahlung. Welchen Anteil der Kunde in den Blockchainfunds investieren möchte, kann er frei entscheiden und auch immer wieder verändern. Einen schönen Chancen-Risiko-Mix schaffen wir dadurch, das der Kunde neben dem Blockchainfunds zusätzliche weitere Fonds aus unserem Fondsuniversum auswählen und besparen und, wie bereits erwähnt, die Gewichtung frei wählen kann.

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Ein weiteres Problem, dass sich aus meiner Sicht bei Blockchain stellen könnte: Viele der Unternehmen sind Pioniere, könnten aber von der Technik überholt werden bzw. auch Wege verfolgen, die sich langfristig nicht durchsetzen werden. Wie findet man die „richtigen“ Firmen als Investitionsziele? Oder machen Sie das gar nicht selbst?

Ein spezialisierter Asset Manager aus Liechtenstein zeichnet sich für den Blockchain Fonds verantwortlich. Sowohl für Aktien mit Blockchain-Bezug als auch für Krypto-Engagements gilt es, einen möglichst flexiblen Handelsansatz zu haben. Nichts ist in Stein gemeißelt. Ein aktuelles Beispiel ist die mehr als 100 Jahre bestehende Aktie General Electric, die vermutlich durch Überschuldung ein baldiges Ende finden wird. Für junge Unternehmen gilt das Besagte im Besonderen. Hier werden nicht selten durch Kredite getragene Unternehmensaktivitäten nicht durch ausreichend operativen Erfolg nachhaltig belohnt. Da der Blockchain Fund aktiv verwaltet wird, wird frühzeitig auf entsprechende Entwicklungen reagiert, sei es ein möglicher Bärenmarkt oder eine Branchenschwäche (Sektor-Rotation) oder eine tiefgreifende „Disruption“ durch weitere Basis-Innovationen.

Blockchain könnte auch die Versicherungsbranche revolutionieren. Beratungshäuser vermuten, dass die Technik zeitnah immer mehr Innendienstler bei den Versicherern sowie auch Menschen im Vertrieb ersetzen könnte. Muss die Branche einen massiven Arbeitsplatzabbau fürchten?

Wir als Liechtenstein Life haben schon einen hohen Grad an Automatisierung und Digitalisierung erreicht. Daher geht es bei uns nicht darum durch Blockchain Personalkapazitäten zu reduzieren, sondern mit dem heutigen Mitarbeiterstamm mehr Volumen abwickeln zu können. Da wir rein im Bereich der Altersvorsorge tätig sind, müssen sich unsere Partner keinen Sorgen machen, da diese Geschäfte im Großen und Ganzen ein Mensch-zu-Mensch-Geschäft bleiben wird. Der Druck auf große Versicherungsunternehmen, effizienter zu arbeiten und Kosten zu senken, ist sicherlich da. Hier kann die Blockchain und die fortschreitende Digitalisierung zum Beispiel in der Leitungsprüfung sicherlich zu Stellenabbau führen.

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Über Stephan Bruckner: Stephan Bruckner (40) ist seit Mai 2017 Head of Sales bei der Liechtenstein Life Assurance AG (LLA), einer international operierenden und unabhängigen Versicherungsgesellschaft mit Hauptsitz in Liechtenstein. Als Versicherungsexperte mit über 10 Jahren Berufserfahrung hat er sich auf Fondspolicen liechtensteinischer Versicherungsgesellschaften spezialisiert. Zuvor war der gelernte Bankkaufmann und Kommunikationswirt in leitender Funktion bei einer Genossenschaftsbank tätig. Er sammelte als Bezirksdirektor bei der Delta Lloyd AG erste Erfahrung im Versicherungsbereich. Im Jahr 2010 unterstützte er ein liechtensteinisches Versicherungsunternehmen beim Vertriebsaufbau einer deutschen Maklerorganisation. Seitdem beschäftigt er sich intensiv mit Nettopolicen und alternativen Vergütungsmodellen und begleitet seit 2015 den Markteintritt der LLA in Deutschland mit.