Im Juni 2016 hatte das Kredit-Portal Finanzcheck eine Plattform für Vermittler auf den Markt gebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Vergleichsportal lediglich auf Endkunden fokussiert. Mit der Plattform FinanzcheckPro sollten auch Vermittler ins Boot geholt werden.

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So sollen Vermittler damit Angebote erstellen können. Zudem bestehe die Möglichkeit die Kreditberatung durch Spezialisten aus dem Hause Finanzcheck durchführen zu lassen. Inzwischen arbeite das Unternehmen mit mehr als 20 Finanzinstituten zusammen. Diese seien über Schnittstellen an die Plattform angebunden.

Genau diese Plattform macht das Vergleichsportal offenbar so sexy, dass ein prominenter Käufer zugeschlagen hat. Die Scout24 AG, der Betreiber der Online-Portale ImmobilienScout24 und AutoScout24, blätterte insgesamt 285 Millionen Euro für das Hamburger Unternehmen hin. Finanzcheck hatte im Geschäftsjahr 2017 Umsätze von mehr als 35 Millionen Euro eingefahren. Seit der Gründung im Jahr 2012 habe das Unternehmen, nach eigenen Angaben, ein Kreditvolumen von über 3,5 Milliarden Euro vermittelt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Bisher waren beide Parteien bereits eng miteinander verbunden. Schließlich nutzte Scout24 bereits das Angebot von Finanzcheck über ein Partnerprogramm. Durch den Kauf möchte die Münchener Aktiengesellschaft nun das eigene Angebot erweitern.

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Die rund 26.000 AutoScout24-Händlerpartner sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie sollen Zugang zur FinanzcheckPro-Plattform erhalten. Dadurch könnten künftig noch mehr Ratenkredite über diesen Kanal abgeschlossen werden. Überdies solle das Angebot auch auf bestehende Plattformen in anderen europäischen Märkten ausgedehnt werden.