Fahrzeuge, die ohne menschliche Hilfe lenken, bremsen und Gas geben können, sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Teilautonomes Fahren ist bereits möglich. Lediglich in bestimmten Situationen wird dabei der Fahrer durch Assistenzsysteme wie Abstandshalter, Spurwechselhelfer und automatische Notbremssysteme entlastet.

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Folglich muss sich auch die Versicherungswirtschaft dieser Entwicklung stellen. Bereits im März 2017 hatten sich mit dem Automobil-Hersteller BMW und dem Versicherer Allianz zwei bayrische Weltmarken zusammengetan. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe sollten Haftpflichtfragen bei autonom fahrenden PKW geklärt werden. Denn spätestens 2021 sollen autonom fahrende Autos aus dem Hause BMW in Serie gehen. Für den Kfz-Haftpflichtschutz soll dann die Allianz sorgen.

Nun vermeldet der Wiesbadener Versicherer R+V erste Erfolge beim Thema autonomes Fahren. Der Versicherer habe für einen autonomen Kleinbus die behördliche Erlaubnis bekommen. Damit dürfe das Fahrzeug nun am am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Die R+V sei das erste Privatunternehmen in Deutschland mit der Erlaubnis für einen autonomen Kleinbus. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

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Die Straßenzulassung für den Bus habe das Unternehmen erst nach zahlreichen TÜV-Tests und diversen Nachbesserungen bekommen. So sei unter anderem noch ein Fahrersitzes eingebaut worden. Dieser ist bei komplett eigenständig fahrenden Autos nicht notwendig. Das Fahrzeug solle nun unter ganz realen Verkehrsbedingungen in Wiesbaden getestet werden. Auch in Mainz seien Tests geplant. Bei den Tests erhofft sich der Versicherer neue Erkenntnisse in unterschiedlichen Bereichen. So solle unter anderem die Rolle von Live-Daten für die Beurteilung von Risiken unter die Lupe genommen werden.