Kaum Veränderungen in den Top Ten

Mit Blick auf die zehn größten Lebensversicherer, gemessen an den Brutto-Beiträgen, lässt sich sagen: 2016 gab es gegenüber dem Vorjahr kaum Veränderungen. Der absolute Branchenprimus bleibt in Deutschland die Allianz: Sie ist quasi der FC Bayern unter den Lebensversicherern. Das wird auch vorerst so bleiben, denn die Münchener konnten ihre Marktmacht sogar noch ausbauen. Der Marktanteil der Allianz stieg von 18,89 Prozent im Jahr 2015 auf 20,91 Prozent in 2016.

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Dahinter geht es schon deutlich enger zu, wobei die Ränge zwei und drei ebenfalls schon einen deutlichen Abstand zum Viertplatzierten aufweisen. Die R+V Versicherung ist demnach zweitgrößter Lebensversicherer. Allerdings sank der Marktanteil der Wiesbadener leicht von 5,92 Prozent auf nun 5,90 Prozent.

Rang drei erzielte die AachenMünchener, allerdings auch mit leichtem Minus. Ihr Marktanteil sank ebenfalls um 0,02 Prozentpunkte von 5,70 Prozent in 2015 auf 5,68 Prozent in 2016. Dahinter landet die Zurich Deutscher Herold auf dem vierten Platz. Sie sammelte 4,07 Prozent aller verdienten Bruttobeiträge auf dem deutschen Markt ein und verlor ebenfalls gegenüber dem Vorjahr (4,46 Prozent).

Marktanteile in der Lebensversicherung nach verdienten Bruttobeiträgen 2016 und 2015. Quelle: BaFin

Alle in den Top Ten verloren Marktanteile - bis auf Allianz, Bayern-Versicherung und Alte Leipziger

Auffallend ist, dass alle Anbieter unter den zehn größten Lebensversicherern Marktanteile gegenüber dem Vorjahr eingebüßt haben, wenn auch manche nur sehr gering. Mit drei Ausnahmen: Neben dem Marktführer Allianz konnte auch die Bayern Versicherung hinzugewinnen, auch als „Versicherungskammer Bayern“ bekannt. Der Versicherer der Sparkassen-Gruppe steigerte seine Marktanteile um 0,09 Prozentpunkte von 3,04 auf 3,13 Prozent und schob sich damit vor die Ergo Versicherung, die 0,13 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr verlor und 2,95 Prozent in 2016 erzielte.

Ebenfalls minimal hinzugewinnen konnte die Alte Leipziger. Sie steigerte ihre Marktanteile 2016 um 0,06 Prozentpunkte und erzielte 2,74 Prozent aller verdienten Bruttobeiträge, womit sie sich wie im Vorjahr auf Rang 10 platziert.

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Die BaFin-Statistik verrät zugleich, dass die Leben-Sparte noch immer wichtigste Einnahmequelle für die Erstversicherer ist. 85,93 Milliarden Euro an Bruttobeiträgen nahmen sie 2016 in der Leben-Sparte ein, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 1,7 Prozent bedeutet. Es folgen die Schaden- und Unfallsparte (76,504 Milliarden Euro), die private Krankenversicherung (37,18 Milliarden) sowie die Pensionsfonds (2,7 Milliarden). Die Rückversicherer erzielten 59,51 Milliarden Euro an Beiträgen. Die Anteile beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2015/16.