„Die zwei Türme“ (Herr der Ringe) kennen die Deutschen besser als die drei Säulen der Altersvorsorge. Bei einer Umfrage unter Lebensversicherern sprach sich eine große Mehrheit der Unternehmen für ein einheitliches System aus, mit dem den Bürgern ihre gesetzlichen, betrieblichen und privaten Renten angezeigt werden könnten. 94 Prozent der Versicherer, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) würden ein solches Portal für Bürger befürworten, das über die Sparstände aller drei Säulen der Altersversorge informiert.

Anzeige  

 

Rententräger sollen Daten liefern, aber fremde Daten nicht lesen können

Wenn alle Daten zu den Sparverträgen der Menschen in einem Portal landen, dann ist natürlich die Hürde beim Datenschutz sehr hoch. Damit zwar jeder Rententräger Daten liefern, aber keine Vertragsstände anderer Träger lesen kann. Dies sei aber aus Sicht der Versicherer, wie die FAZ berichtet, zu gewährleisten. In Auftrag gegeben habe die Umfrage der Finanzvertrieb MLP. Die teilnehmenden Lebensversicherer repräsentieren dem Bericht zufolge die Hälfte des Gesamtmarktes der Branche.

Vier von fünf Versicherern halten eine Art Rentenportal für alles auch technisch für machbar. Neun von zehn Unternehmen würden auch versicherungsfremde Sparverträge in dem Bürgerportal einfügen (Fonds etwa, oder Festgeld), damit die Übersicht für die Bürger möglichst vollständig wäre. Bis es mit einem Bürger-Rentenprotal soweit ist (besser wäre), will der Versichererverband GDV die gesetzliche Rentenformation aufgepeppt wissen.

Anzeige  

 

GDV will Lebenserwartung in die Renteninformation aufnehmen

"In der jährlichen Renteninformation sollte die statistische Lebenserwartung des Versicherten mit ausgewiesen werden", sagte Präsident Alexander Erdland nach Angaben der „Stuttgarter Zeitung“, die als Quelle die Funke-Mediengruppe nennt. Der Grund erscheint plausibel: Weil kaum ein Bürger weiß, wie alt die Menschen werden und dass am Ende des Geldes noch Leben übrig sein könnte – wenn der Mensch keine lebenslange Rente kauft oder seinen Bedarf hierfür nicht passend kalkuliert hat.