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Kleinkrieg

MLP: Ex-Chef Termühlen kritisiert – Gründer Lautenschläger antwortet

Der Ex-Chef von MLP, Bernhard Termühlen, kritisiert in einem Blog-Beitrag die aktuelle Geschäftspraxis des Finanzvertriebs.geralt/Pixabay

Bernhard Termühlen ist seit 13 Jahren nicht mehr Chef des Finanzvertriebs MLP in Heidelberg. Nach einen tiefen Sturz der Aktie des Unternehmens und wegen eines Bilanz-Skandals schied Termühlen im Jahr 2003 als MLP-Chef aus. Nun meldet er sich kritisch zu Wort und beanstandet zum Beispiel die trotz Firmenzukäufen (zuletzt etwa des Kieler Assekuradeurs Domcura) geschrumpften Umsätze. MLP-Gründer und Aufsichtsrats-Chef Manfred Lautenschläger hält in der Rhein-Neckar-Zeitung dagegen.

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Der Heidelberger Rechtsanwalt Karl Benedikt Biesinger unterhält seit vergangenem Jahr ein MLP-kritisches Blog, im Wesentlichen zu seinen gegensätzlichen Standpunkten gegenüber MLP im Anschluss an die letztjährige Hauptversammlung des Unternehmens. Auf diesem Blog kritisiert Bernhard Termühlen, MLP-Chef bis 2003, nun, 13 Jahre später, den Zustand des Finanzhauses.

Termühlen: „Vernachlässigung des Vertriebes"

Umsatz und Gewinn des Unternehmens schrumpften in den vergangenen Jahren immer weiter. Und dies obwohl MLP große Firmenzukäufe (samt deren Umsatzerlösen) getätigt habe. Im Jahr 2015 war etwa der Kauf des Assekuradeurs Domcura in Kiel eine der großen Akquisitionen von MLP. Auch müsste sich das Finanzhaus eine "jahrelange Vernachlässigung des Vertriebes" zur Last legen lassen.

Termühlen habe inzwischen eine E-Mail-Antwort von Manfred Lautenschläger bekommen, berichtet die „Rhein-Neckar-Zeitung“ (RNZ) am Dienstag. Das Blatt habe die E-Mail vorliegen, berichtet es. Lautenschläger, Gründer von MLP und heute Aufsichtsrat des Unternehmens, zeige sich erstaunt, dass Termühlen „zu viertklassigen Methoden“ greife, „um die Legende zu stricken, dass das damalige MLP, ,Ihr’ MLP, besser war als das heutige“, zitiert die RNZ Lautenschläger.

MLP: „Es gab gewichtige Gründe für das Ausscheiden von Termühlen“

Aus Lautenschlägers Sicht habe Termühlen ein „Desaster“ verursacht. Dies ist auf die Jahre 2002/2003 zu beziehen, als Bernhard Termühlen nach einem Bilanzskandal MLP verlassen musste. Noch Jahre zogen sich anschließend die Gerichtsprozesse, um den Vorwurf von Bilanztricks in der Ära Termühlen aufzuarbeiten. Im Jahr 2007 wurde ein Gerichtsverfahren mit dem Strafvorwurf der Bilanzfälschung gegen Termühlen eingestellt, „gegen Geldzahlung in sechsstelliger Höhe“, berichtet die RNZ zum Hintergrund.

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In seiner E-Mail habe Lautenschläger das Vorgehen Termühlens als „fragwürdig“ bezeichnet, der Ex-Chef „inszeniere“ sich. Ein MLP-Sprecher äußerte sich zu Termühlens Kritik gegenüber dem Versicherungsboten: „Es gab gewichtige Gründe für das Ausscheiden von Herrn Termühlen 2003. Anschließend bedurfte es einer sehr intensiven Arbeit, um MLP zu einem stabilen und soliden Unternehmen umzubauen. Dies vorausgeschickt erübrigt sich jeder Kommentar zu den Äußerungen und dem Vorgehen von Herrn Termühlen.“

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