Im Kampf der Marktführer im Bereich der Kfz-Versicherung zieht nun auch die Huk-Coburg nach. Die Allianz hatte bereits im April ihren Telematik-Tarif BonusDrive an den Start gebracht. Nach dem in den vergangenen Tagen die Versicherer Generali und AachenMünchener nachzogen, will nun auch der Branchenprimus durchstarten. Als Pionier startete 2014 die Sparkassen Direktversicherung mit einem Modellversuch, allerdings begrenzt auf 1.000 Kunden.

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Huk-Coburg will junge Autofahrer erreichen

Ab 4. Oktober 2016 soll das neue telematikbasierte Bonus-Programm angeboten werden. Das Prinzip dahinter: Autofahrer, die mit Hilfe einer Black Box ihr Fahrverhalten messen lassen, können bei vorsichtiger Fahrweise einen Teil der Versicherungsprämie sparen. Dabei zeichnet ein Gerät in Größe einer Streichholzschachtel das individuelle Fahrverhalten des jeweiligen Fahrers auf und überträgt die Fahrdaten an die Versicherung. Die Box solle während der Fahrt Daten zu Ort, Zeit, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bremsen und Lenken aufzeichnen. Wer langsam fährt, sanft bremst und keine ruckartigen Lenkbewegungen macht, wird mit Preisnachlässen von bis zu 30 Prozent belohnt.

Der Versicherer hatte im vergangenen Jahr bereits eine Telematik-Testphase durchlaufen. Auch das aktuelle Programm hat immernoch einen Test-Charakter und ist zunächst nur für Kunden aus dem Großraum Rhein-Main erhältlich. "Wir planen, Smart Driver 2017 flächendeckend in Deutschland anzubieten", so Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstand der Huk-Coburg.

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Beim neuen Angebot werden die Daten verschlüsselt an die eigens zu diesem Zweck gegründete Huk-Coburg Datenservice und Dienstleistungen GmbH (HDD GmbH) übermittelt. Die Telematikdaten und das eigentliche Versicherungsprodukt seien damit strikt voneinander getrennt. Folglich erhalte der Versicherer keinen Zugriff auf die Daten der App. Derweil können Teilnehmer des Programms per App oder über den passwortgeschützten Servicebereich auf der Homepage auf ihre Fahrwerte zugreifen.