Die Prämien in der Berufsunfähigkeitsversicherung haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verändert. Das zeigt eine Untersuchung des Wirtschaftsmagazins „Euro“ (8/16), die in Kooperation mit der Ratingagentur „Franke und Bornberg“ durchgeführt wurde. Die Musterrechnungen ergaben, dass Neukunden bei einigen Anbietern die doppelte Prämie zahlen müssen – aber auch, dass anderswo sich der BU-Schutz verbilligte.

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Continentale: Prämie schnellt um 100 Prozent nach oben

Die größte Teuerung beim Musterfall „Student/Studentin“ ist bei der Continentale zu beobachten. In deren Tarif „premiumBU“ ist die Nettoprämie um stolze 100,04 Prozent gestiegen. Die Nettoprämie gibt an, was der Versicherungsnehmer im Moment zahlen muss. Gleichsam verteuerte sich die Bruttoprämie -bis zu diesem Betrag können die Beiträge im Vertragsverlauf maximal steigen- noch um 84,66 Prozent.

Gleichsam ordentlich erhöht wurden die Beiträge bei der Prisma Life im Tarif „CARDEA safety first BU plus exzellent“. Studenten müssen hier brutto wie netto einen um 40,03 Prozent höheren Beitrag akzeptieren, wenn sie den BU-Schutz zeichnen. Dass es auch anders geht, zeigt die Zurich Versicherung. Hier hat sich der Tarif „BerufsunfähigkeitsVorsorge/SBU“ in beiden Prämienarten um je 13,80 Prozent verbilligt.

Deutlich mehr verlangt die Zurich hingegen, wenn sich ein selbstständiger Friseur oder eine Frisöse versichern wollen: die Brutto- wie Nettoprämie legte für diesen Beruf um 75,95 Prozent zu. Die Süddeutsche Leben hingegen reduzierte die Beiträge für Barbiere um exakt zehn Prozent in beiden Prämienarten.

Untersuchung von mehr als 40 Versicherern

Bei der Untersuchung der BU-Tarife wurden -je nach Testfall- zwischen 41 und 44 Versicherer unter die Lupe genommen. Das Magazin „Euro“ vergab auf Basis der Franke- und Bornberg-Daten auch Noten. Für den Testfall „Student/Studentin“ konnte die Europa sich als bester Anbieter aus Sicht der Tester behaupten (Tarif starterVorsorge BU Premium), für den Beruf „Bankkaufmann/Kauffrau angestellt“ die Canada Life (SBU), bei der „angestellter Vertriebsleiter“ die Nürnberger (Tarif SBU2800C) und bei den „selbstständigen FrisörInnen“ die Ergo (ERGO Berufsunfähigkeitsversicherung). Nach welchen Kriterien getestet wurde, teilte das Medienhaus nicht mit.

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