Der Brand in einer Geflügelschlachterei des Fleischproduzenten Wiesenhof im niedersächsischen Lohne hat nach ersten Schätzungen einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht, das berichtet der Branchendienst Versicherungsmonitor. Sicher ist, in Lohne kann vorerst nicht mehr wie bisher produziert werden. Wann und ob überhaupt wieder zum Normalbetrieb übergegangen werden kann, ist noch unsicher.

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Notwendig für Wiesenhof ist eine Gebäudeversicherung zur Absicherung der Gebäudesubstanz, eine Inhaltsversicherung, welche die Betriebseinrichtung oder die Ware absichert sowie eine Betriebsunterbrechungs-Versicherung.

Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Einige Wiesenhof-Werkarbeiter werden voraussichtlich gekündigt, so heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. „Unabhängig davon wird die PHW-Gruppe aufgrund des Produktionsausfalls einen Teil seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorerst leider nicht weiterbeschäftigen können,“ steht darin. Unternehmensangaben zufolge arbeiten insgesamt 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der betroffenen Einrichtung - darunter 750 Festangestellte und 450 Leiharbeiter und Werkvertragsbeschäftigte.

Die Betriebsunterbrechungs-Versicherung gehört zur Gruppe der Schadenversicherungen und hierbei zur Ertragsausfallversicherung. Sie liefert Versicherungsschutz für den Ausgleich planwidrig entgehender Erträge infolge einer Unterbrechung oder Beeinträchtigung im leistungswirtschaftlichen Bereich des versicherten Betriebs. Bei Abschluss einer solchen Versicherung sind die laufenden Kosten und ausgefallenen Gewinne gedeckt. Also auch die Kosten (Löhne und Lohnnebenkosten) für die Beschäftigten. Dies gilt allerdings nur für die Stammbelegschaft, nicht aber für Leiharbeitnehmer oder Werksvertragler.

Zur PHW-Gruppe:

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Die PHW-Gruppe ist mit rund 6.600 Mitarbeitenden und einem Gesamtumsatz von über 2,38 Mrd. Euro in den Gebieten der Produktion und Vermarktung hochwertiger Geflügelspezialitäten wie Hähnchen, Pute und Ente unter der Marke WIESENHOF tätig.