An der repräsentativen Studie mit dem Namen „Sieben Jahre länger“ haben im Januar des aktuellen Jahres insgesamt 1002 Deutsche teilgenommen. Die Befragung konnte zeigen, dass die männlichen Teilnehmer der Studie im Durchschnitt mit 77,4 Jahren das Eintreten des Todes erwarteten und die Frauen mit 80,8 Jahren. In Wirklichkeit aber ist die Bilanz heute weitaus erfreulicher als Mitte des vergangenen Jahrhunderts, auf welche diese Zahlen noch zutrafen.

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Heute erfährt man beim Blick auf die Generationensterbetafel des Statistischen Bundesamts, dass Männer im Durchschnitt ein Alter von 84,7 Jahren erreichen und Frauen eins von 88,7 Jahren. Das bedeutet, dass sich Männer um 7,3 Jahre und Frauen um 7,9 Jahre verschätzen, was die voraussichtliche Dauer ihres Lebens angeht (siehe Grafik).

Geschätzte und tatsächliche Lebenserwartung.obs / Initiative 7 Jahre länger

Lebenserwartung steigt jährlich um drei Monate

Der Anteil jener, die ihre Lebenserwartung realistisch einschätzen, liegt bei den Frauen bei acht Prozent und bei elf Prozent unter den Männern. Das heißt, 89 Prozent liegen bei der Lebensdauer der Männer daneben und 92 Prozent bei den Frauen. Gleichwohl hat sich gezeigt, dass man sich in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen schwer tut bei der realistischen Einschätzung der Lebensdauer. Da die Quote der Fehleinschätzungen relativ hoch war, suchten die Studienleiter nach Motiven und fanden sie bei den Großeltern der Probanden.

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Großeltern geben keine Orientierung mehr

Angesichts der rasant wachsenden Lebenserwartung um drei Monate pro Jahr, kann das Sterbealter der Altvorderen keine zuverlässige Orientierung geben. Und hier liegt der Fehler. "Die Lebenserwartung steigt schneller, als die meisten Leute denken", weiß Prof. Dr. Jochen Ruß in seiner Funktion als Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften.

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