Die höheren Renten von ostdeutschen Frauen sind deren im Vergleich zum Westen durchschnittlich höherer Erwerbstätigkeit geschuldet (überwiegend aus deren historischer Arbeit zu DDR-Zeiten, für jüngere Frauen gilt das nicht mehr) und dementsprechend wohlverdient. Niedriger war im Schnitt die Rente derer, die 2014 in Rente gingen, immerhin betrifft das fast fast 830.000 Neurentner dieses Jahrgangs. Deren Altersrente lag oder liegt im Durschnitt bei gut 750 Euro. Im Westen erhielten Männer etwa 980 Euro Rente wegen Alters, Frauen nur 485 Euro. In Ostdeutschland lag die Neu-Rente bei Männern im Schnitt bei gut 950 Euro, bei Frauen wurden knapp 840 Euro erreicht und ausgezahlt.

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Den Eckrentner gibt es nicht mehr

Bei der Rente im Alter wird oft auf den sogenannten Eckrentner verwiesen, der 45 Jahre lang exakt einen Entgeltpunkt verdient, und entsprechend seine eigene Rente verdient hat. Dass die gesetzliche Rente im Alter, Inflationsrisiko ausgeblendet, in den meisten Fällen kaum zum Leben reicht, zeigt dieses Zahlenbeispiel. Im Jahr 2015 hätte ein Eckrentner gut 1.300 Euro (West) oder etwas mehr als 1.200 Euro (Ost) Altersrente bezogen. Hiervon noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen. Am Ende bleiben dem Musterrentner nach 45 Arbeitsjahren je nach Lage des Falls rund 1.100 Euro Nettorente pro Monat.

Der Durchschnittsverdienst eines rentenversicherten Arbeitnehmers liegt aktuell bei 34.999 Euro pro Jahr oder 2.916 Euro brutto pro Monat, minus Abgaben. Daraus ergibt sich je nach Familienstand und Kinderzahl ein Netto von 2.000 Euro plus-minus etwa 100 Euro. Der Durchschnittsverdienst liegt im Osten, rententechnisch das so genannte Durchschnitts-Entgelt, bei knapp 30.000 Euro oder fast 2.500 Euro brutto. Je nach Familienstand und Kinderzahl entspricht dies grob gesagt im Mittel rund 1.750 Euro netto.

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3.000 brutto. 2.000 netto. 1.000 Euro Lücke

Vergleicht man das Einkommen eines Durchschnittsverdieners mit seinen Rentenanwartschaften, dann zeigen sich selbst für einen fleißigen Eckrentner mit 45 Entgeltpunkten, den es gar nicht mehr gibt, Rentenlücken von rund 1.000 Euro. Pro Monat. Wie hoch die persönliche Rentenlücke ist, sollte jeder Einzelne genau betrachten. Das ist einfach. Er oder sie muss nur seinen Gehaltsauszug mit der Renteninformation vergleichen. Für den "Normalo" gilt: 3.000 brutto. 2.000 netto. Und tausend Euro Rentenlücke. Nur muss das den Menschen ein gewissenhafter Berater sagen. Sie!