Obwohl in den 90er Jahren noch ein klarer Zuwachs der Privatvermögen zu beobachten war, ist es seit mehr als zehn Jahren zu einen Stillstand gekommen. Darauf macht eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) aufmerksam. Zuständig für die Stagnation dürften im Zeitraum 2003 bis 2008 vor allem die lange Zeit ausbleibenden Wertsteigerungen bei Immobilien gewesen sein. Infolge des Wiederanstiegs der Immobilienpreise ist dieser Trend seit etwa 2008 unterbrochen. Da es mittlerweile sogar eine Tendenz zu Preisblasen am Markt für Wohnimmobilien gibt. Entstanden ist dies durch die steigenden Wohnungsnachfrage durch die hohe Binnenwanderung aber auch wegen der europaweit niedrigen Zinsen und dem daraus resultierenden „ Renditenotstand“.

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Gesamtvermögen der privaten Haushalte 1993 – 2013Gesamtvermögen der privaten Haushalte 1993 – 2013 Deutsches Institut Für Altersvorsorge

Gesamtvermögen gesunken

Für den Zeitraum von 2008 bis 2013 zeichnen sich insbesondere die geringeren Zinsen auf Spareinlagen, sowie die gesunkenen Garantiezinsen bei Lebensversicherung verantwortlich.

Somit besaß im Jahr 2013 der durchschnittliche Haushalt im früheren Bundesgebiet ein Gesamtvermögen von 170.000 Euro. Zieht man die mittleren Schulden in Höhe von 31.000 Euro ab, verbleibt damit ein Nettovermögen in Höhe von 139.000 Euro. 2003 lag dieser Wert noch bei 144.000 Euro.

Aus historischen Gründen haben in den neuen Ländern die Haushalte weniger Vermögen angesammelt: Vermögenswerten von durchschnittlich 75.000 Euro stehen Schulden von 15.000 Euro gegenüber. Somit liegt das Nettovermögen mit 60.000 Euro um mehr als die Hälfte niedriger als in Westdeutschland.

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Erbschaftsvolumen angestiegen

Parallel dazu ist das Erbschaftsvolumen gegenüber früheren Untersuchen angestiegen. Für diesen Anstieg sind die Vorkriegsbabyboomer verantwortlich, die nun erstmals das Gros der Erblasser stellen. Unbelastet von den Folgen des Krieges, ermöglichten ihnen, steigende Einkommen eine ungestörte Vermögensbildung.

Deutsches Institut Für Altersvorsorge-Pressemitteilung