Das geht aus der aktuellen Strukturanalyse des Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hervor. Der BVK hat im Zeitraum von Dezember des Vorjahres bis zum März des aktuellen Jahres einen Fragebogen mit insgesamt einunddreißig Fragen von 4.202 an der Erhebung beteiligten Personen bearbeiten lassen. Fünfundachtzig Prozent der Teilnehmer haben sich den Fragen online gestellt, die übrigen haben dafür die Papierform gewählt. Darunter waren 90,3 Prozent Einfirmenvermittler, 2,3 Prozent Mehrfachagenten sowie 7,4 Prozent Makler.

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Versicherer und Politik ist gefordert

Es waren lediglich 5 Prozent der befragten Vermittler unter 30 Jahre alt. Demgegenüber sind 43 Prozent bereits über 50 Jahre - davon 9 Prozent sogar über 60 Jahre alt. Immerhin 36 Prozent der Befragten war zwischen 41 und 50 Jahren jung.

Daraus lässt sich ein beunruhigender Trend ablesen, den Ariane Kay, Referatsleiterin Wirtschafts- und Steuerpolitik beim BVK, in der Verbandzeitschrift so zusammenfasst: „Unsere Erhebung bestätigt, dass der Berufsstand eine starke Tendenz zur Überalterung aufweist.“ Die leicht zu errechnende Konsequenz daraus ist, dass innerhalb der kommenden zehn bis fünfzehn Jahre die Mehrheit der heute Über-50-Jährigen aus Altersgründen aus der Selbstständigkeit ausscheiden wird. In Zahlen gesprochen, ist also ein Abfluss von 70 000 Vermittlern innerhalb der kommenden fünfzehn Jahre zu erwarten.

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„Die Versicherer und die Politik sind aufgerufen, für Nachwuchs zu sorgen, eine Umgebung für Berufsanfänger zu schaffen, die motiviert, den Beruf des Versicherungs-Vermittlers in der Selbstständigkeit zu wählen, die eine Entwicklung in der Zukunft zulässt und Kundenorientierung ohne Vertriebszwänge in den Vordergrund stellt“, fordert Kay.

bkv presse / PR