Eine Erkenntnis der Studie: Die Bürger informieren sich erst über Versicherungsthemen, wenn ein ganz konkreter Handlungsbedarf besteht. Ganze 71 Prozent der Frauen in Rheinland-Pfalz recherchieren zu Versicherungsfragen, wenn sich die Lebensumstände ändern, etwa durch Heirat oder Umzug. Im Durchschnitt liegt die Zahl bei 65 Prozent.

Am zweithäufigsten gibt Post vom Versicherungsunternehmen den Anstoß. Wenn sie Informationen über aktuelle Verträge oder neue Angebote erhalten, recherchiert sogar jeder 2 Rheinland-Pfälzer, im durchschnitt bei den Rheinländer liegt die Zahl bei 42 Prozent. Am dritthäufigsten werden die Rheinländer aktiv, wenn ihnen oder einem Angehörigen etwas passiert ist (32 Prozent). Dann allerdings könnte es schon zu spät sein, weil man das entsprechende Risiko nicht versichert hat.

Versicherungsunwissen: Rheinländer wissen weniger über Vorsorge

Sehr unterschiedlich ist das Wissen bei den Rheinländern bei einzelnen Versicherungen. Am liebsten haben die Rheinländer ihr Auto: Bei Kfz-Versicherungen wissen gleich 63 Prozent Bescheid. Spitzenreiter sind hier die Männer in Rheinland-Pfalz, von denen 77 Prozent sich auskennen. Doch nur 44 Prozent der Befragten wissen über Lebensversicherungen Bescheid. Deutliche Unterschiede gibt es bei den Kenntnissen zu LV-Verträgen zwischen den Regionen: 54 Prozent in Rheinland-Pfalz zu 42 Prozent in Nordrhein-Westfalen.

Große Wissenslücke gibt es bei in der Sparten Berufsunfähigkeitsversicherung, nur 39 Prozent der Rheinländer kennen sich darin aus. Über die geringsten Kenntnisse auf diesem Gebiet verfügen Frauen in Nordrhein-Westfalen (34 Prozent).

Hintergrundinformationen: Für die Trendstudie „Versicherungswissen“ im Auftrag der Provinzial wurden im März 2015 insgesamt 1.000 Rheinländer zwischen 18 und 65 Jahren in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befragt. Die Ergebnisse wurden auf ganze Zahlen gerundet.

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