Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sank zum 1. Januar 2015 um 0,9 Prozentpunkte von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent. Einen Zusatzbeitrag von weniger als 0,9 Prozent erhebt fast die Hälfte aller öffentlich zugänglichen Krankenkassen. Damit sind sie trotz Zusatzbeitrag insgesamt günstiger als im vergangenen Jahr. Unverändert bleibt die Beitragshöhe bei 41 Krankenkassen, die die Beitragssenkung durch einen Zusatzbeitrag von ebenfalls 0,9 Prozent ausgleichen. Nur die gesetzlich festgelegten 14,6 Prozent und damit keinen Zusatzbeitrag verlangen die Metzinger BKK (Baden-Württemberg) und die BKK Euregio (Hamburg und Nordrhein-Westfalen). Dies ist das Ergebnis eines marktabdeckenden GKV-Vergleichs von CHECK24.de.

Wechsel der Krankenkasse in BaWü, HH und NRW mit größtem Sparpotenzial

Kassenmitglieder haben durch die verschiedenen Beitragssätze Sparpotential von mehreren hundert Euro im Jahr bei einem Wechsel der Krankenkasse. Gesetzlich Versicherte profitieren laut dem Vergleich am meisten in Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen von einem Kassenwechsel. Zwischen dem teuersten (15,8 Prozent) und dem günstigsten (14,6 Prozent) Beitragssatz beträgt in diesen Bundesländern der Unterschied 1,2 Prozentpunkte.

Bei einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro brutto spart ein Arbeitnehmer in diesen drei Bundesländern 360 Euro pro Jahr durch einen Wechsel von der teuersten Krankenkasse in die günstigste. Die mögliche Ersparnis liegt bei einem Einkommen von 49.500 sogar bei 594 Euro im Jahr.

Zwischen der günstigsten und der teuersten Krankenkasse liegen in allen anderen Bundesländern 0,8 bis 0,9 Prozentpunkte. Jährlich beträgt das Sparpotenzial bei einem Brutto-Jahreseinkommen von 30.000 Euro damit noch mindestens 240 Euro oder 396 Euro bei 49.500 Euro brutto im Jahr.

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