Regelmäßig zum Jahreswechsel bekommen viele der insgesamt fast neun Millionen Privatversicherten Post über Beitragsanpassungen ihrer privaten Krankenversicherung (PKV). Die Hochkonjunktur der Beitragsanpassungen hat gerade erst begonnen. Erhöhungen sind bislang vor allem für Neukunden, vereinzelt auch für Bestandskunden bekannt.

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PKV: 22 Versicherungen mit Beitragserhöhungen bekannt

Zum klassischen Zeitpunkt am 1. Januar hat für 2015 bereits gut die Hälfte der privaten Krankenversicherungen höhere Beiträge in einigen Tarifen angekündigt, allerdings überwiegend für Neukunden. Das betrifft Tarife des Münchener Verein, Deutschen Ring, der Central, Arag, uniVersa, Signal, Barmenia, Allianz, Nürnberger, Continentale, Inter, LKH, LVM, Württembergische, Bayerischen Beamtenkrankenkasse, Mecklenburgischen, Provinzial und der UKV. Geplant, aber formal noch ungenehmigt sind Beitragsanpassungen der Axa, Gothaer, R+V und der Halleschen.

In anderen Tarifen sind zudem Beitragssenkungen zu erwarten sowie teilweise stabile Beiträge bis Dezember 2015. Insgesamt bewegen sich die Beitragsanpassungen für Neukunden durchschnittlich im niedrigen einstelligen Prozentbereich, wobei es jedoch Ausreißer sowohl nach oben als auch nach unten von knapp +/-30 Prozent gibt. Die HanseMerkur ist bislang das einzige Unternehmen, das Beiträge ausschließlich nach unten korrigiert.

Beitragsanpassung: Optionen für Bestandskunden

Bestandskunden müssen - Stand Ende November 2014 - bei der Continentale, der Barmenia, der Axa, der Süddeutschen und der Allianz mit steigenden Beiträgen rechnen. Allerdings sind auch hier nur bestimmte Tarife und Altersgruppen betroffen. Beitragssenkungen und -garantien gibt es ebenfalls. Offen ist allerdings, wie stark die Preisanpassungen ausfallen. Erfahrungsgemäß werden noch bis Mitte Dezember vereinzelt weitere private Krankenversicherungen Beitragsanpassungen bekannt geben. Eine weitere Welle der Beitragsanpassungen folgt dann voraussichtlich ab März 2015.

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Die meisten Kunden haben bei der Beitragserhöhung aufgrund des Sonderkündigungsrechts den Impuls, einen neuen Versicherer zu suchen. Doch gerade langjährig Versicherte und Ältere sollten zuerst einen anderen Schritt prüfen. "Der interne Tarifwechsel bei der eigenen Versicherung ist am besten geeignet, Beiträge ohne Leitungseinbußen zu senken und bereits erworbene Rechte wie Gesundheitszustand und Alterungsrückstellungen beizubehalten.“, erklärt Albert Gottelt, Chefredakteur des 1A Verbraucherportal.

1A Verbraucherportal