Zum 1 Juli 2014 erfolgten die ersten Zahlungen der Rentenerhöhung und der höheren Mütterrente. Dies ließ die Rücklagen in der Rentenversicherung das erste Mal seit Monaten wieder leicht sinken. Um 500 Millionen Euro sank das Finanzpolster innerhalb eines Monats auf 33,7 Milliarden Euro Ende August. Dies teilte die Deutsche Rentenversicherung Bund am 12.09.2014 mit.

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Grund für den Rückgang sind zum einen die höheren Ausgaben durch die Rentenerhöhung. Gut 20,5 Millionen Rentner bekommen seit 1. Juli eine erhöhte Rente. Im Westen beläuft sich die Rentenerhöhung auf 1,67 Prozent, Rentner in Ostdeutschland haben eine um 2,53 Prozent höhere Rente. Neben der Rentenerhöhung wirkt sich darüber hinaus die erhöhte Mütterrente auf die Rentenrücklagen aus.

Sinkt der Rentenbeitrag zum Jahreswechsel?

Der Rentenbeitragssatz könnte zum Jahreswechsel um 0,1 Prozent sinken, aktuell liegt er bei 18,9 Prozent. Davon gehen Experten aus, wobei in der Koalition die Skepsis hierüber überwiegt.

Berechnungen zufolge wird die neue Mütterrente und die abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte in diesem Jahr rund 4,5 Milliarden Euro kosten. In den Folgejahren rechnet man mit 9 bis 11 Milliarden Euro im Jahr. Eine offizielle Schätzung zur Finanzentwicklung der Rentenkasse wird es im Herbst geben.

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Für die abschlagsfreie Rente mit 63 sind bis Ende August rund 109.000 Anträge eingegangen. Bis Ende Juli waren es bereits 85.000 Anträge.