Mit 33,96 Milliarden Euro erzielte die Allianz Gruppe den höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 32,05 Milliarden Euro stieg der Umsatz um 6,0 Prozent. Das operative Ergebnis lag mit 2,72 Milliarden Euro um 2,6 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres von 2,80 Milliarden Euro.

Allianz: Neue Lebensversicherungsprodukte werden gut angenommen

Getragen wird das gute Ergebnis durch den gesteigerten Umsatz im Segment Lebens- und Krankenversicherung. Hier legte vor allem das Neugeschäfts zu. „Innovationen in Kernmärkten wie Deutschland und den USA verhelfen unserem Lebensversicherungsgeschäft zu neuen Höchstumsätzen. Die Kunden nehmen unsere neuen Produkte gut an“, sagte Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE.

In der Lebens- und Krankenversicherung stiegen die Beitragseinnahmen im ersten Quartal 2014 auf 17,16 Milliarden Euro von 14,84 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einer Steigerung von 15,7 Prozent. Das operative Ergebnis verbesserte sich von 855 Millionen Euro um 2,9 Prozent auf 880 Millionen Euro. Allein Allianz Life konnte in den USA mit einem Anstieg von 63,6 Prozent zum positiven Ergebnis beitragen.

Sachversicherung: Schaden-Kosten-Quote stärkt das Ergebnis

Während die Bruttoprämieneinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung leicht um 0,1 Prozent auf 15,22 Milliarden Euro stiegen, konnte das operative Ergebnis um 12,9 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Wachstum des operativen Ergebnisses ist hauptsächlich auf ein besseres technisches Ergebnis von 705 Millionen Euro zurückzuführen nach 540 Millionen Euro im ersten Quartal 2013.

Zu dieser Verbesserung trugen niedrigere Schäden durch Naturkatastrophen sowie ein anhaltend positives Preisumfeld bei. Daraus resultierend verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote um 1,7 Prozentpunkte auf 92,6 Prozent.

„Unser Schaden- und Unfallgeschäft hat den erfolgreichen Kurs des letzten Jahres mit sehr guten Ergebnissen fortgesetzt. Das Segment hat in diesem Quartal mehr als die Hälfte zum gesamten operativen Ergebnis der Allianz Gruppe beigetragen,“ sagte Dieter Wemmer. „Ähnlich niedrige Auswirkungen aus Naturkatastrophen können wir zwar nicht jedes Quartal erwarten, aber die Schäden sind auch insgesamt gesunken und dies stimmt mich zuversichtlich.“

Dagegen musste das Asset Management einen Rückgang der operativen Erträge um 18,9 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro hinnehmen. Das operative Ergebnis betrug hier im Quartal 646 Millionen Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 ist das ein Rückgang um 26,3 Prozent.

Pimco trübt das Ergebnis

Das gesamte verwaltete Vermögen stieg auf 1.765 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen für Dritte wuchs auf 1.342 Milliarden Euro. Während Allianz Global Investors Nettomittelzuflüsse von 1,9 Milliarden Euro vorweisen konnte, musste die US-Fondstochter Pimco starke Einbußen hinnehmen. Insgesamt zogen Anleger 21,7 Milliarden Euro aus dem Fondshaus ab.

Die Solvabilitätsquote stieg zum 31. März 2014 um zwei Prozentpunkte auf 184 Prozent von 182 Prozent per Ende 2013. Das Eigenkapital stieg im gleichen Zeitraum um 6,9 Prozent auf 53,525 Milliarden Euro von 50,084 Milliarden Euro.

Für das Geschäftsjahr 2014 bleibt der Finanzvorstand weiter optimistisch: „Angesichts des soliden Ergebnisbeitrags unseres Asset Managements sowie der überdurchschnittlichen Entwicklung unserer beiden Versicherungssegmente bleiben wir auf Kurs, unser operatives Ergebnisziel für das Gesamtjahr von 10,0 Milliarden Euro plus/minus 500 Millionen Euro zu erreichen.“

Allianz SE