Wer seine Angehörigen absichern will, greift gerne zu einer Risikolebensversicherung. Das Angebot auf dem Markt ist enorm. Aber nicht jedes Angebot ist für jeden Kunden gleichermaßen geeignet. Das zeigte sich jetzt im Rating zu Risikolebensversicherungen, das das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) erstmals durchgeführt hat.

Risikolebensversicherungen im individuell berechnen

„Auf den ersten Blick erscheint es einfach, Risikolebensversicherungen miteinander vergleichen zu können“, sagt Frank Nobis, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung. „Allerdings zeigt sich schnell, dass der Schein trügt. Je nach persönlichen Voraussetzungen des Versicherungsnehmers ergeben sich die unterschiedlichsten Produktausprägungen, und aus diesen erhebliche Preisunterschiede für den Kunden!“

Denn den idealtypischen Kunden gibt es nicht. Die Realität sieht meist anders aus. Lassen sich Interessierte den Beitrag für besagtes Produkt anhand individueller Angaben berechnen, kann dieser schon mal in die Höhe schnellen. Dazu Nobis: „Wir haben festgestellt, dass Produkte, die auf den ersten Blick sehr günstig erscheinen, nicht immer das halten, was sie versprechen. Umgekehrt erleben wir, dass Tarife die zunächst nicht zu den preiswertesten gehören, sich bei der persönlichen Berechnung als höchst interessant erweisen können!“

Den Musterkunden gibt es nicht

Daher ist die Spannweite der Beiträge nicht so groß. Was allerdings nicht heißen muss, dass sich hier keine attraktiven Produkte finden: die R+V beispielsweise kann mit ihren Beiträgen für einen Rauchertarif mit Direktversicherern konkurrieren.

Die niedrigsten Preise finden sich meist bei Direktversicherungen: So sind Risikolebensversicherungen für einen 30-jährigen Angestellten (Nichtraucher), bei einer Laufzeit von 25 Jahren, für monatlich 7,60 Euro (netto) erhältlich. Der Marktdurchschnitt liegt hier bei 15,27 Euro. Deutlich günstiger wird es, wenn eine kürzere Laufzeit vorliegt. Bei 10 Jahren beläuft sich der monatliche Nettobeitrag lediglich auf 3,83 Euro, im Marktdurchschnitt auf 8,05 Euro. Zum kompletten Risiko-LV-Rating.

Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)