In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Dienstag) hatte Talanx-Chef Herbert Haas die Möglichkeit einer Abwicklung der HDI Leben genannt. Folglich wären kein Neugeschäft mehr angenommen und bestehende Verträge abgewickelt worden.

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Eine weitere Option bestünde, so Haas darin, bestimmte Produkte bei der HDI Leben zu lassen und einen Teil der Verträge auf andere Lebensversicherer des Konzerns umzulenken. Möglich wäre auch der Verkauf an einen Spezialisten, der das bestehende Geschäft abwickelt. In jedem Fall solle bis Jahresende eine Grundsatzentscheidung getroffen werden.

Talanx-Chef Haas: Abwicklung sei theoretisches Szenario

Grundlage für die etwaigen Überlegungen war das zuletzt eingebrochene Neugeschäft der HDI Leben. Nun folgt also die Rollerückwärts. So verweist der Talanx-Chef in einem aktuellen Schreiben an Geschäftspartner darauf, dass diese Szenarien rein theoretischer Natur seien.

Weiterhin ließe sich heute auch nicht ansatzweise absehen, ob eines davon jemals Realität für das Unternehmen werde, so Haas. Zumal solche Überlegungen aktuell branchenüblich zu sein scheinen. So heißt im Schreiben: „Vermutlich dürfte es kaum einen deutschen Lebensversicherer geben, der solche alternativen Szenarien nicht durchdenkt“.

Keine Zweifel an Wettbewerbsfähigkeit von HDI Leben

Während Haas im Interview mit der Süddeutschen Zeitung offenbarte nicht zu den Lebensversicherern mit der höchsten Überschussbeteiligung oder der stärksten Finanzkraft zu gehören und dementsprechende Gedankengänge entschuldigte, sieht die Großwetterlage bei HDI Leben in kürzester Zeit etwas sonniger aus. So stellte Haas klar, dass es keine Zweifel gäbe das die HDI Leben aus heutiger Sicht ein interessanter sowie wettbewerbsfähiger Anbieter bleibt.

Vielmehr bleibt die HDI Leben „unverändert als integraler und dauerhafter Bestandteil des Konzerns. Ein Einstellen des Neugeschäfts steht dabei ebenso wenig zur Diskussion wie ein Verkauf“. Das unterstrich der Talanx-Chef heute noch ein mal im Rahmen des “Zukunftsforum Assekuranz 2013″ in Köln.