47 Prozent der Bevölkerung in Deutschland hat sich bereits Gedanken über die eigene Wohnsituation im Alter gemacht oder sich sogar konkret damit beschäftigt – jeder Zweite erstmals im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Am häufigsten wird dabei die eigene Immobilie (24 Prozent) genannt und steht mit deutlichem Abstand an erster Stelle. Ebenerdig, im Erdgeschoss oder ohne Treppen stellen sich elf Prozent ihr Zuhause im Alter vor. Jeder Zehnte würde am liebsten bis dahin nicht mehr umziehen müssen. Das hat eine aktuelle Studie zur Baufinanzierung ergeben, die von der Allianz Deutschland erhoben wurde.

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Erstrebenswert wäre für mehr als jeden Dritten (36 Prozent) das Leben in einem Mehrgenerationenhaus, in dem sich Menschen gegenseitig unterstützen. In gleichem Maße wünschenswert ist eine eigene Wohnung in einer Wohnanlage für ältere Menschen. Lediglich sechs Prozent der Befragten mögen sich dagegen in einem Zimmer im Altenheim mit angeschlossener Pflegestation sehen. Das Wohnen im Generationenhaus erscheint jedem Fünften auch realisierbar. Die meisten (29 Prozent) halten jedoch betreutes Wohnen, bei dem Pflegepersonal stundenweise oder ganztägig ins Haus kommt, für wahrscheinlich. 28 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie durch Angehörige, die in der Nähe wohnen, betreut und unterstützt werden. Mit einem Zimmer im Altenheim rechnen 17 Prozent. Die wenigsten (15 Prozent) sehen sich im Alter mit ihren Kindern unter einem Dach wohnen.

Wer den Lebensabend voraussichtlich als Mieter verbringt, geht nicht unbedingt davon aus, dass sein Domizil altersgerecht sein wird: Mehr als die Hälfte (58 Prozent) glaubt zwar, auch im Mietobjekt im Alter den eigenen Vorstellungen entsprechend wohnen zu können, aber mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) bezweifelt das.

Insgesamt verbinden 69 Prozent der Befragten Wohnen im Alter mit Barrierefreiheit in der Wohnung oder im Haus – entsprechend umgebaut hat bei den unter 50-Jährigen allerdings nur rund jeder Zehnte. In der Generation über 66 hingegen wohnt bereits ein Viertel barrierefrei. Auch Hilfe im Haushalt gehört für 67 Prozent zum altersgerechten Wohnen. Lediglich 13 Prozent der Menschen über 66 nimmt allerdings bisher die Dienste einer Haushaltshilfe in Anspruch. Einzig die Nähe zu Einrichtungen wie Ärzten, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten (41 Prozent) sowie zu öffentlichen Verkehrsmitteln (43 Prozent) ist in allen Altersgruppen heute schon gleichermaßen gegeben.

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„Ältere Menschen begegnen im Alltag ganz anderen Herausforderungen als jüngere“, erklärt Peter Haueisen. „Vor allem barrierefreier Wohnraum und auch der Zugang dorthin sind oft unerlässlich. Diese Voraussetzungen werden bislang allerdings eher spät umgesetzt. Dabei gibt es finanzielle Unterstützung vom Staat, um altersgerecht zu sanieren – beispielsweise mit Hilfe von KfW-Darlehen. Sie lassen sich auch von älteren Darlehensnehmern in die Baufinanzierung einbauen. Grundsätzlich gilt jedoch: je früher man mit den Vorbereitungen auf das Wohnen im Alter beginnt, desto mehr Möglichkeiten zur Umsetzung stehen einem offen.“

Allianz Deutschland