Nicht nur die Google-Suche war betroffen, auch die anderen Dienste wie Gmail waren nicht erreichbar. Der Ausfall der Google-Dienste wurde auf Plattformen wie Twitter zahlreich kommentiert. Ein Twitter-Nutzer stellte verwundert fest, dass viele Internet-Nutzer zuerst an einen Fehler ihrer eigenen Internetverbindung geglaubt haben und ihr W-Lan geprüft hätten, bevor sie realisierten, dass Google ausgefallen war.

Auf GMail war auch eine Entschuldigung des Internet-Giganten zu finden. Man sei sich bewusst, dass es eine erhebliche Anzahl von Nutzern betreffe und man sein bemüht, das Problem so schnell wie möglich abzustellen.

Laut dem Analyse Service GoSquared ging die Internet-Nutzung während des Ausfalls um erstaunliche 40 Prozent zurück. Damit zeigt sich auch, welche dominante Stellung Google im Internet eingenommen hat. Für viele Nutzer ist die Google-Suche der zentrale Einstieg - zahlreiche Dienste sind unsichtbar, wenn die Google-Suche nicht erreichbar ist. Als die Suchmaschine nach fünf Minuten wieder verfügbar war, schlug der Internet-Traffik wieder in gewohnter Richtung aus.

Der kurze Ausfall hat für Google auch finanzielle Konsequenzen, denn mit jeder Minute verdient der Konzern durch Werbeeinnahmen beträchtliche Summen. Das Portal Venturebeat schätzt den finanziellen Verlust für die fünf Minuten auf 300.000 Euro.

Der Ausfall von Google dürfte der Forderung der FDP nach einem deutschen Internet dienlich sein. Zwar basiert die Forderung auf den Vorkommnissen um die aktuellen Spionage-Skandale der NSA und des BND, aber neben der Schnüffelei der USA-Geheimdienste ist auch eine Abhängigkeit von ganz trivialen Diensten wie der Google-Suche ein wirtschaftliches Risiko für Deutschland. Zu bemerken sei aber, dass wir eher ein europäisches Internet fordern sollten, denn deutsche Alleingänge sind nicht sehr zeitgemäß.