Deutsche schieben Pflegevorsorge auf die lange Bank

Insgesamt geben fast die Hälfte derjenigen, die noch keine Vorsorge für den Pflegefall getroffen haben, "Ich bin noch zu jung dafür" als Grund für ihre Untätigkeit an. Erwartungsgemäß geben Jüngere diese Antwort häufiger als Ältere. Die Lebensphase, in der sich die Mehrheit für als zu jung ansieht, hält aber recht lang an: Selbst unter den 35- bis 44-Jährigen reden sich noch zwei Drittel der Unvorbereiteten so raus. Und auch zwischen 45 und 54 halten sich immer noch 38 Prozent für zu jung, um sich mit Vorsorge zu beschäftigen.

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Allerdings hat die Vorsorge-Verweigerung auch tiefergehende Gründe: Fast zwei Drittel der Deutschen fühlen sich beim Thema Pflegeversicherung schlichtweg schlecht informiert. 91 Prozent von ihnen haben noch nie eine Pflegeberatung in Anspruch genommen. Und gerade mal 30 Prozent kennen die Beträge, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung im Pflegefall gezahlt werden.

Zudem ist die Mehrheit der Deutschen nicht bereit, mehr als 50 Euro monatlich in die private Pflegezusatzversicherung zu investieren. Die Versorgungslücke in der privaten Pflegevorsorge lässt sich also nur durch eine Informationsoffensive schließen.

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Hintergrundinformationen:
Die Studie "Geschäftspotenziale in der Pflegeversicherung" des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung basiert auf einer Online-Panel-Befragung mit 1.066 Teilnehmern. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Die Befragung fand vom 23. bis 26. November 2012 statt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Die komplette Studie mit allen Ergebnissen kann unter http://www.imwf.de/Studien-und-Untersuchungen/ bestellt werden.

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