Klassische private Altersvorsorgeprodukte haben es derzeit schwer bei Maklern. Nur 20 Prozent gestehen klassischen Renten- oder Lebensversicherungen eine erhöhte Attraktivität für die Kunden zu. Dies ist das Ergebnis der vierteljährlich erhobenen Studie „Makler-Absatzbarometer“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Für die Studie wurden im März 2013 bundesweit 216 unabhängige Finanz- oder Versicherungsvermittler befragt.

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Den Studienergebnisse zufolge, bieten Allianz, Alte Leipziger, LV 1871, Nürnberger und Volkswohlbund (in alphabetischer Reihenfolge) aus Sicht der Makler die besten Produktinnovationen im Bereich der klassischen Lebens- und Rentenversicherungen. Neben Auszahlungsgarantien und der Marke als Vertrauensanker werden Verknüpfungen mit Pflegeoptionen und eine Produktflexibilität von den Maklern als besonders innovativ erlebt.

Bei Betrachtung der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen werden Allianz, Canada Life, Condor/Optima, LV 1871 und Volkswohlbund im Bereich der Produktinnovationen von den befragten Maklern am häufigsten als beste Gesellschaft genannt. Bei diesen Produkten der privaten Altersvorsorge werden vor allem die Fondsauswahl, Flexibilität während der gesamten Produktlaufzeit sowie spezielle Garantieangebote als besonders innovativ bewertet.

Geeignete Alternativen zu klassischen Altersvorsorge-Produkten gesucht

„Die scharfen Veränderungen im Kapitalmarkt und Kundenbedarf erfordern weitere Produktinnovationen, gerade auch im Bereich der biometrischen Absicherung wie der Langlebigkeit“, sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov. Als geeignete Alternative zu klassischen oder fondsgebundenen Lebensversicherungsprodukten sehen die Makler mit 51 Prozent vor allem die betriebliche Altersvorsorge, einen Sparplan mit Aktienfonds (41 Prozent) sowie Immobilienkauf (39 Prozent) und Riester-Rente (34 Prozent).

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Absatzindex im Geschäftskundenbereich auf Niedrigstand

Um fünf auf 57 Punkte und damit auf ein sehr niedriges Niveau, ist im ersten Quartal 2013 der Absatzindex für das Privatkundengeschäft der Makler gesunken und liegt nur noch knapp über der Expansionsschwelle von 50. „Das traditionell schwächere erste Quartal ist zusätzlich durch einen starken Nachfragerückgang im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft geschwächt worden“, interpretiert Gaedeke die Zahlen. Im Geschäftskundenbereich ist der Absatzindex im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls gesunken und liegt nun mit 58 Punkten auf dem niedrigsten Niveau seit 2010. Auch hier ist die geringere Geschäftsklimaeinschätzung durch das schwächere bAV-Geschäft zu begründen, das durch eine erhöhte Nachfrage für Kredit- und Immobilienversicherungen nicht kompensiert werden kann.