Die Allianz hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr auf 5,2 Milliarden Euro verdoppelt. Vor allem von den, im Vergleich zum Vorjahr, wenigeren Großschäden durch Naturkatastrophen konnte der Münchener Konzern profitieren. Lediglich im letzten Quartal schlug Wirbelsturm Sandy ein Loch von rund 455 Millionen Euro in die Kassen des Versicherers. Der Sturm hatte im Oktober letzten Jahres südlich von New York gewütet und dort vor allem durch Überflutungen schwere Schäden verursacht.

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„Trotz der Belastungen durch den Sturm Sandy haben wir unsere Prognose übertroffen“, erklärte Vorstandschef Michael Diekmann. „Dieses Ergebnis zeigt, wie gut unser Geschäftsmodell die vielen Turbulenzen der Finanzkrise ausgleichen kann.“

Allianz mit zweithöchstem Ergebnis der Firmengeschichte

Während Analysten einen Gewinn von 9,28 Milliarden Euro prognostiziert hatten, konnte das Europas größter Versicherer das operative Ergebnis mit 9,5 Milliarden Euro Gewinn noch ein mal nach oben korrigieren. Damit erwirtschaftete das Unternehmen rund 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Nebenbei wurde dadurch das zweithöchste Ergebnis der Firmengeschichte verzeichnet.

Motor für das gute Ergebnis waren die Sparten Lebens- und Krankenversicherung. Auch in der Vermögensverwaltung konnte gute Ergebnisse erzielt werden. Selbst in der Sparte Schaden-Unfallversicherung konnte sich die Allianz deutlich steigern. Hier wurde das operative Ergebnis um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote von 97,8 Prozent auf 96,3 Prozent.

Insgesamt erwirtschaftete die Allianz für 2012 eine Verdoppelung des Nettogewinns auf 5,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der Versicherungsriese noch mit Finanzkrise, hohen Abschreibungen auf Aktien und Griechenland-Anleihen zu kämpfen. Nun mit dem, nach 2007, zweitbesten Ergebnis der Firmengeschichte im Rücken will die Allianz Deutschland AG die Dividende bei 4,50 Euro stabil halten und sieht sich für das laufende Jahr vorsichtig optimistisch. So plant der Versicherungskonzern für 2013 einen operativen Gewinn zwischen 8,7 und 9,7 Milliarden Euro.

Axa mit operativen Gewinn von 4,25 Milliarden Euro

Dagegen verzeichnete der französische Versicherer Axa für das Jahr 2012 nur einen operativen Gewinn von 4,25 Milliarden Euro. Besonders im Kerngeschäft verdiente der nach der Allianz zweitgrößte europäische Versicherer deutlich mehr und steigerte den operativen Gewinn um 13 Prozent. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 90,1 Milliarden Euro.

Getragen wird das gute Ergebnis durch verbesserte Zahlen im Bereich Kranken- und Lebensversicherungen. In Schaden- und Unfallversicherung konnten die Gewinne des Vorjahres untermauert werden. Im Vergleich verdiente Axa mit 4,15 Milliarden Euro etwas weniger als 2011. Im Vorjahr waren durch den Verkauf von Beteiligungen die Gewinne künstlich nach oben geschnellt. Über die positive Entwicklung dürfen sich auch die Aktionäre freuen. Denn die Dividende wird auf 72 Cent und damit um 3 Cent angehoben.