Er war das Thema erbittert geführter Debatten, provozierte eine Verfassungsklage vor dem Bundesverfassungsgericht und lieferte den Medien so manche Negativschlagzeile: Heute startet der europäische Rettungsschirm ESM. Er soll in Europa zukünftig für finanzielle Stabilität sorgen, so dass angeschlagene Länder zukünftig mit Krediten und Bürgschaften unterstützt werden können. Noch 17 Unterschriften fehlen, bis der Europäische Stabilitätsmechanismus in Kraft treten kann. Mit Spanien hat auch bereits ein Land Hilfsgelder in Höhe von 100 Milliarden Euro zugesagt bekommen.

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“Wir haben alles vorbereitet, so dass der Fonds seine Aufgaben vom ersten Tag an erfüllen kann“, sagt ESM-Chef Klaus Regling. Der ESM verfügt über bar eingezahltes Kapital von 80 Milliarden Euro und ist zusätzlich mit einem Fonds in Höhe von 620 Milliarden Euro ausgestattet. Das Barkapital macht den Rettungsschirm vertrauenswürdiger als seinen Vorgänger ESFS, betont Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). „Denn es überzeugt Finanzinvestoren nichts so sehr, wie wenn die Mitgliedsstaaten der Eurozone Kapital in einen solchen Stabilisierungsmechanismus eingezahlt haben.“