Die Schäden blieben bis Juni deutlich unter den durchschnittlichen Halbjahreswerten der vergangenen Jahre. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden von 26 Mrd. US$ in diesem Jahr stehen einem Mittelwert von 75,6 Mrd. US$ in den Vergleichsperioden der vergangenen zehn Jahre gegenüber. Die versicherten Schäden von 12 Mrd. US$ im Jahr 2012 vergleichen sich mit einem 10-Jahres-Durchschnittswert von 19,2 Mrd. US$. Bislang kamen etwa 3500 Menschen in diesem Jahr bei Naturkatastrophen ums Leben, erfreulicherweise deutlich weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (53.000).

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Insgesamt ereigneten sich im ersten Halbjahr 2012 rund 450 schadenrelevante Naturereignisse und damit etwas mehr als in einem ersten Halbjahr üblich (395). Großkatastrophen wie 2011 blieben bis zur Jahresmitte jedoch aus. So war das Vorjahr von den enormen Schäden aus dem Erdbeben in Japan und mehreren Beben in Neuseeland geprägt gewesen. Der gesamtwirtschaftliche Schaden betrug damals für das erste Halbjahr bereits 302 Mrd. US$, der versicherte Schaden knapp 82 Mrd. US$.

„Das erste Halbjahr 2012 war vergleichsweise schadenarm. Es liegt im Rahmen der Erwartungen, dass sich extreme und glimpflichere Jahre über die Zeit ausgleichen“, kommentierte Torsten Jeworrek, im Vorstand von Munich Re für das weltweite Rückversicherungsgeschäft zuständig. „Die Rolle der Versicherung ist es, über solche Schwankungen hinweg für den Risikotransfer Prämien festzusetzen, die den Risiken langfristig angemessen sind. Hierbei können Versicherer auch zu geringeren Schadenbelastungen beitragen, indem sie durch umfangreiche Information und gezielte Anreize zur Prävention helfen, die Schadenanfälligkeit von Gebäuden oder der Infrastruktur zu verringern.“

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