Studenten wollen persönliche Beratung
Persönliche Beratung bleibt für junge Menschen der wichtigste Weg beim Vermögensaufbau. Gleichzeitig offenbaren sich deutliche Wissenslücken bei der fondsgebundenen Altersvorsorge.

Künstliche Intelligenz, Robo-Advisor und digitale Anlagelösungen verändern die Finanzwelt rasant. Doch wenn es um den eigenen Vermögensaufbau geht, wünschen sich junge Menschen weiterhin vor allem eines: persönliche Beratung. Das geht aus einer Umfrage der myLife Lebensversicherung AG unter Studenten hervor, die im Rahmen des Responsible Innovation Summit an der Georg-August-Universität Göttingen durchgeführt wurde. Demnach bevorzugen rund 79 Prozent der Befragten eine persönliche Beratung bei Fragen des Vermögensaufbaus. Reine Do-it-yourself-Lösungen kommen lediglich auf 13 Prozent Zustimmung. Noch geringer fällt das Interesse an ausschließlich digitalen Robo-Advisorn aus: Nur etwa vier Prozent würden sich vollständig digital beraten lassen.
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Gleichzeitig verdeutlicht die Befragung die hohe Akzeptanz kapitalmarktorientierter Geldanlagen. Im hypothetischen Fall eines Erbes von 100.000 Euro würden knapp die Hälfte der Studenten das Geld eigenständig in ETFs oder Aktien investieren. Weitere 27 Prozent würden das Kapital für die Finanzierung einer Immobilie nutzen. Rund 19 Prozent würden zunächst das Gespräch mit einem Berater suchen, um verschiedene Anlagemöglichkeiten zu prüfen.
Ein differenziertes Bild zeigt sich bei fondsgebundenen Lebensversicherungen. Zwar halten 37 Prozent der Befragten eine fondsgebundene Lebensversicherung für eine sinnvolle Alternative zu einem klassischen ETF-Depot. Gleichzeitig geben jedoch 39 Prozent an, zwar von solchen Produkten gehört zu haben, deren Funktionsweise aber nicht genau zu kennen. Weitere elf Prozent hatten bislang überhaupt keinen Kontakt mit diesem Vorsorgekonzept.
„Die junge Generation hat verstanden, dass eine kapitalmarktbasierte Anlage sinnvoll ist. Ihr fehlt jedoch oft das Wissen, wie Finanzprodukte im Vergleich wirklich funktionieren. Zum überwiegenden Teil wünschen sie sich persönliche Beratung, um am Ende selbst oder über einen Berater Geld anzulegen“, sagt Jens Arndt, Vorstandsvorsitzender der myLife Lebens-
versicherung AG.
