Generali wird profitabler
Der Generali-Konzern ist stark ins Jahr 2025 gestartet. Während die gebuchten Bruttobeiträge stagnierten, kletterte das operative Ergebnis deutlich. Vor allem der Bereich der Schaden- und Unfallversicherung lieferte Rückenwind.

Der Generali-Konzern ist mit einem starken ersten Quartal ins Jahr 2025 gestartet. Während die gebuchten Bruttobeiträge mit 26,5 Milliarden Euro nur leicht über dem Vorjahreswert lagen, konnte der italienische Versicherer beim operativen Ergebnis deutlich zulegen. Dieses stieg um 8,9 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro. Auch das bereinigte Konzernergebnis entwickelte sich positiv. Es kletterte um 7,6 Prozent auf 1,20 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis lag dagegen mit 1,20 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert von 1,26 Milliarden Euro. Hintergrund ist vor allem ein starker Sondereffekt im Vorjahr durch den Verkauf von TUA Assicurazioni.
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„Im ersten Quartal erzielte die Generali sowohl beim operativen als auch beim bereinigten Konzernergebnis ein anhaltend starkes Wachstum“, sagte Finanzchef Cristiano Borean. Der Start in den neuen Strategieplan „Lifetime Partner 27: Driving Excellence“ sei damit sehr positiv verlaufen.
Der wichtigste Ergebnistreiber war die Schaden- und Unfallversicherung. Die Beitragseinnahmen stiegen hier um 8,6 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich das Nicht-Kfz-Geschäft, das um 8,9 Prozent zulegte. Auch das Kfz-Geschäft wuchs um 7,2 Prozent. Noch deutlicher fällt die Verbesserung bei der Profitabilität aus. Die Combined Ratio sank von 91,0 auf 89,7 Prozent. Auch die undiskontierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 93,7 auf 92,0 Prozent. Das operative Ergebnis der Sparte sprang um 18,7 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro.
In der Lebensversicherung gingen die gebuchten Bruttobeiträge dagegen um 4,5 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro zurück. Generali verweist hier auf ein besonders starkes Vorjahresquartal, das den Vergleich erschwere. Positiv entwickelten sich jedoch die Nettozuflüsse. Diese stiegen um 30,4 Prozent auf 3,05 Milliarden Euro. Besonders gefragt waren Absicherungs- und Krankenprodukte sowie hybride und fondsgebundene Lösungen. Das operative Ergebnis der Lebensversicherung legte leicht um 2,3 Prozent auf 992 Millionen Euro zu.
Generali-Ergebnisse in der Übersicht
- Bruttobeiträge steigen leicht auf 26,5 Milliarden Euro
- Operatives Ergebnis wächst um 8,9 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro
- Bereinigtes Konzernergebnis steigt auf 1,20 Milliarden Euro
- Nettoergebnis sinkt auf 1,20 Milliarden Euro
- Combined Ratio verbessert sich auf 89,7 Prozent
- Schaden-/Unfall-Beiträge steigen um 8,6 Prozent
- Leben-Nettozuflüsse wachsen um 30,4 Prozent auf 3,05 Milliarden Euro
Auch das Asset & Wealth Management steuerte ein höheres Ergebnis bei. Das operative Ergebnis stieg um 3,3 Prozent auf 272 Millionen Euro. Dabei profitierte Generali unter anderem von der Konsolidierung der Conning Holdings Limited. Die gesamten verwalteten Vermögen lagen zum Quartalsende bei 858,3 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2024 waren es noch 863,0 Milliarden Euro gewesen.
