PrismaLife: Gewinn springt um über 70 Prozent
Der Versicherer PrismaLife wächst trotz schwieriger Marktbedingungen weiter und steigert gleichzeitig deutlich den Gewinn. Besonders das Neugeschäft und die Beitragseinnahmen legen spürbar zu. Der neue CEO setzt auf Fondsprodukte, Digitalisierung und Expansion.

Die PrismaLife AG hat im Geschäftsjahr 2025 zentrale Kennzahlen deutlich verbessert und setzt ihren Wachstumskurs fort. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit geopolitischen Unsicherheiten konnte der liechtensteinische Lebensversicherer sowohl beim Neugeschäft als auch beim Jahresüberschuss zulegen.
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Besonders stark fällt die Entwicklung beim Gewinn aus. Der Jahresüberschuss steigt von 1,26 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 2,18 Millionen Euro im Jahr 2025. Das ist ein Plus von rund 915.000 Euro beziehungsweise 72,4 Prozent. Parallel dazu legt das Neugeschäft kräftig zu. Die Beitragssumme steigt um 13,7 Prozent auf 324,3 Millionen Euro. Treiber sind vor allem fondsgebundene Produkte sowie zusätzliche Einzahlungen in bestehende Verträge. Auch die verwalteten Kundengelder wachsen um 7,5 Prozent auf rund 1,84 Milliarden Euro.
„Trotz der volatilen Rahmenbedingungen hat die PrismaLife ihre Stabilität und Ertragskraft ausgebaut“, betont CEO Stefan Opel. Das Wachstum der Kundengelder wertet er als klaren Vertrauensbeweis der Kunden.
Während die gebuchten Bruttobeiträge mit 136,1 Millionen Euro nahezu stabil bleiben (-0,5 Prozent), verschiebt sich die Struktur: Einmalprämien steigen um 7,1 Prozent, während laufende Beiträge leicht rückläufig sind.
Für das laufende Jahr plant PrismaLife, die vertrieblichen Aktivitäten weiter auszubauen und gezielt in Produkte, Digitalisierung und Service zu investieren. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und die Position als international ausgerichtete Produktplattform weiter auszubauen.
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Ein weiterer strategischer Schwerpunkt bleibt das Thema Nachhaltigkeit. Der MSCI-ESG-Score der Kapitalanlagen verbesserte sich im Jahr 2025 auf 7,70. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells“, betont CFRO Tobias Moser. Zusätzliche Impulse erwartet sich das Unternehmen aus der Zugehörigkeit zur BarmeniaGothaer-Gruppe. Diese eröffnet neue Wachstumschancen, insbesondere durch stärkere Vertriebsmöglichkeiten und finanzielle Stabilität.
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