VPV Versicherungen: Lebensversicherung stabil, Komposit verbessert
Die VPV Versicherungen haben im Geschäftsjahr 2025 an das starke Vorjahr angeknüpft und erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Vor allem in der Lebensversicherung zeigt sich eine starke Dynamik. Beim Gewinn offenbart sich jedoch ein differenziertes Bild zwischen den Sparten.

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Die VPV blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Die Beitragssumme des Neugeschäfts in der Lebensversicherung stieg auf rund 1,2 Milliarden Euro und übertraf damit erneut den Vorjahreswert deutlich (+28,7 Prozent). Auch die gebuchten Bruttobeiträge legten weiter zu und erreichten 420,7 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 4,7 Prozent.
Die Lebensversicherung bleibt der zentrale Wachstumstreiber. Das eingelöste Neugeschäft stieg um 16,7 Prozent auf 182,9 Millionen Euro. Sowohl laufende Beiträge (+23,9 Prozent) als auch Einmalbeiträge (+15,2 Prozent) entwickelten sich positiv. Auffällig ist zudem die zunehmende Bedeutung des Auslandsgeschäfts, das inzwischen mehr als 30 Prozent der Beitragssumme im Neugeschäft ausmacht. Das „VPV Parkdepot“ bleibt ein wichtiger Wachstumstreiber und erreichte 2025 ein Volumen von rund 93 Millionen Euro. Beim Ergebnis zeigt sich jedoch kaum Bewegung. Der Jahresüberschuss der VPV Lebensversicherung liegt wie bereits im Vorjahr bei 3,5 Millionen Euro.
Komposit-Sparte: Deutlich profitabler
In der Schaden- und Unfallversicherung zeigt sich eine andere Entwicklung. Die VPV Allgemeine Versicherungs-AG steigerte ihre Beitragseinnahmen auf 81,4 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich die Profitabilität deutlich. Die Combined Ratio sank auf 79,6 Prozent und liegt damit klar unter der Profitabilitätsschwelle. Auch der Gewinn entwickelte sich positiv. Das Ergebnis nach Steuern kletterte von 714.000 Euro auf 859.000 Euro.
Die Verbesserung im Kompositgeschäft ist vor allem auf ein außergewöhnlich gutes Schadenjahr zurückzuführen. Die Schadenaufwendungen gingen deutlich zurück, während gleichzeitig die Beiträge stiegen. Die bilanzielle Bruttoschadenquote sank auf 45,0 Prozent (Vorjahr: 56,8 Prozent). Gleichzeitig zeigt der Geschäftsbericht, dass Ergebnisbelastungen weiterhin bestehen. Das betrifft etwa Zuführungen zur Schwankungsrückstellung und steigende Kosten im Versicherungsbetrieb.
Für 2026 erwartet die VPV selbst eine Verschlechterung des Ergebnisses in der Komposit-Sparte. Laut Prognose dürfte das Ergebnis nach Steuern deutlich zurückgehen, während Schadenaufwendungen wieder steigen. Damit könnte sich zeigen, wie belastbar die aktuelle Ergebnisverbesserung tatsächlich ist oder ob sie vor allem auf ein außergewöhnlich günstiges Schadenjahr zurückzuführen war.
