Universa schmilzt Gewinn weg
Die Universa Versicherungsunternehmen setzen ihren Wachstumskurs bei den Beitragseinnahmen fort. Gleichzeitig blieb der Gewinn unter dem Vorjahresniveau.

Die Universa blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 8,2 Prozent auf 1.022,9 Millionen Euro. Damit überschreitet der Versicherer erstmals die Milliardenmarke. Beim Ergebnis zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. Denn der Jahresüberschuss lag bei 88,9 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 101,5 Millionen Euro. Hintergrund sind unter anderem ein leicht rückläufiges Vorsteuerergebnis sowie weiterhin anspruchsvolle wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Der Jahresüberschuss war bereits im Geschäftsjahr 2024 deutlich geschrumpft. Damals rutschte der Gewinn von 138,7 Millionen Euro auf 101,5 Millionen Euro ab.
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„Erstmals konnten wir damit die Milliardengrenze überschreiten und zum sechsten Mal in Folge in allen drei Unternehmen zulegen“, sagt Vorstandssprecher Frank Sievert.
Auch das Kapitalanlageergebnis entwickelte sich positiv und legte um 6,4 Prozent auf 231,6 Millionen Euro zu. Es ist der zweithöchste Wert in der Unternehmensgeschichte.
Die gesamten Leistungen, bestehend aus Versicherungsfällen und Rückstellungen, stiegen um 5,5 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Ein Großteil des Gewinns wurde erneut an die Versicherten zurückgegeben: 82,9 Millionen Euro flossen in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Das Eigenkapital wurde leicht auf 370,0 Millionen Euro gestärkt, während die Kapitalanlagen auf 8,46 Milliarden Euro anwuchsen.
Die Krankenversicherung entwickelte sich erneut gut. Hier stiegen die Beitragseinnahmen um 9,5 Prozent auf 832,5 Millionen Euro. Treiber war vor allem der Tarif „uni-Top|Privat“, der auf eine hohe Nachfrage stößt. Auch die Zahl der vollversicherten Personen legte spürbar zu.
In der Lebensversicherung konnten die Beitragseinnahmen leicht gesteigert werden. Diese wuchsen um 1,9 Prozent auf 158,1 Millionen Euro. Während die laufenden Beiträge weitgehend stabil blieben, sorgten insbesondere Einmalbeiträge für Wachstum. Diese legten mit 19,9 Prozent überdurchschnittlich zu. Impulse kamen vor allem aus der fondsgebundenen Rentenversicherung sowie der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Auch die Schaden- und Unfallversicherung setzte ihren Wachstumskurs fort. Die Beitragseinnahmen stiegen um 7,6 Prozent auf 32,4 Millionen Euro. Besonders die Kfz-Versicherung sowie die neu eingeführte Wohngebäudeversicherung entwickelten sich positiv. Die Schadenkostenquote verbesserte sich leicht von 82,3 Prozent auf 81,3 Prozent.
Gute Nachrichten liefert der Versicherer auch zum Jahresstart. Demnach sei das Neugeschäft in den ersten beiden Monaten im Vergleich zum Vorjahr erneut um rund 21 Prozent gesteigert worden.
