Ammerländer Versicherung verdoppelt Gewinn
Die Ammerländer Versicherung hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Gewinn mehr als verdoppeln können. Zudem legte der Versicherer bei den Beitragseinnahmen und der Mitgliederzahl zu.

Die Ammerländer Versicherung hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem starken Ergebnis abgeschlossen. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit konnte sowohl beim Beitragsvolumen als auch beim Gewinn deutlich zulegen und bestätigt damit seinen stabilen Wachstumskurs. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im vergangenen Jahr auf 105,10 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 6,39 Prozent.
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Besonders deutlich fällt der Zuwachs beim Ergebnis aus. Der Gewinn nach Steuern lag im Geschäftsjahr 2025 bei 3,73 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. 2024 stand noch ein Plus von 1,43 Millionen Euro. Auch bei der Mitgliederentwicklung setzt sich der positive Trend fort. Mit einem Zuwachs von 53.891 Personen betreut die Ammerländer Versicherung inzwischen 1,08 Millionen Mitglieder.
„Dieses Ergebnis ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer konsequenten Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Mitglieder“, sagt Axel Eilers, Vorstandsvorsitzender der Ammerländer Versicherung. Für den Vorstand zeigt dieses Ergebnis, dass Wachstum und wirtschaftliche Stabilität weiterhin Hand in Hand gehen können. „Dieses Ergebnis ist in einem anspruchsvollen Marktumfeld ein starkes Zeichen. Wir verbinden Wachstum mit Stabilität“, so Eilers.
Die Hausratversicherung bleibt das mit Abstand wichtigste Geschäftsfeld des Unternehmens. Die Beiträge in dieser Sparte stiegen um 3,55 Millionen Euro. Damit entfällt 57,66 Prozent des gesamten Beitragsvolumens weiterhin auf diesen Versicherungszweig. Auch die Fahrradvollkaskoversicherung, einschließlich des Gewerbegeschäfts, bleibt ein bedeutender Bestandteil des Portfolios. Sie trägt 23,45 Prozent zum Beitragsvolumen bei. Darüber hinaus verzeichnete die Ammerländer Versicherung gute Entwicklungen unter anderem in den Bereichen Glasversicherung und Hundehalterhaftpflicht.
Im Jahr 2025 hat sich zudem die Schadenentwicklung stabilisiert. So habe der Versicherer Schäden in Höhe von 51,52 Millionen Euro reguliert. Das liegt über dem Vorjahreswert von 47,56 Millionen Euro. Gleichzeitig entwickelte sich die Schadenquote positiv. Die Brutto-Schadenquote sank auf 50,03 Prozent, nachdem sie im Jahr zuvor noch 52,75 Prozent betragen hatte. Insgesamt wurden 65.544 Schadenfälle gemeldet. Das ist ein leichter Anstieg um 3,49 Prozent. Auch das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich deutlich und erreichte 10,93 Millionen Euro gegenüber 7,07 Millionen Euro im Jahr zuvor.
Trotz gestiegener Schadenleistungen konnte die Ammerländer Versicherung ihre Effizienz weiter verbessern. Die Combined Ratio netto sank auf 87,21 Prozent und liegt damit klar unter dem Vorjahreswert von 91,05 Prozent. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf 37,49 Millionen Euro, was einem moderaten Anstieg von 3,18 Prozent entspricht.
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Auch die Kapitalanlagen entwickelten sich positiv. Der Kapitalanlagebestand stieg auf 84,28 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahr noch 76,78 Millionen Euro betragen hatte. Die Kapitalerträge legten trotz anspruchsvoller Marktbedingungen auf 2,72 Millionen Euro zu. Das ist ein Plus von 12,12 Prozent. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 34,77 Millionen Euro und entspricht damit 40,67 Prozent der verdienten Nettobeiträge.
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Für das laufende Jahr plant das Unternehmen aus Westerstede, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen. „2026 werden wir diesen Weg konsequent fortsetzen: mit starken Produkten, digitaler Modernisierung und hoher Serviceorientierung – und mit dem klaren Anspruch, weiter profitabel und mit Bedacht zu wachsen“, kündigt Eilers an.
