Risikolebensversicherung: Die Marktführer nach Beitragsvolumen
Die Risikolebensversicherung gilt als zentrale Absicherung für Hinterbliebene – doch der Markt verliert an Dynamik. Sowohl Neugeschäft als auch Bestand sind zuletzt zurückgegangen. Versicherungsbote zeigt in einer neuen Bildstrecke, welche Anbieter den Markt prägen – und stellt die Unternehmen mit ausgewählten Kennzahlen vor.

Hintergrund: Die Risikolebensversicherung gehört zu den wichtigsten Instrumenten der privaten Hinterbliebenenvorsorge. Sie springt ein, wenn im Todesfall ein Einkommen wegfällt und Kredite, Lebenshaltungskosten oder die Kinderbetreuung dennoch finanziert werden müssen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (51 Prozent) verbindet sie vor allem mit der Absicherung des Partners oder der Partnerin, 44 Prozent sehen zudem einen Schutz für Kinder als sinnvoll an. Dennoch zeigt sich seit einigen Jahren eine abnehmende Nachfrage in der Sparte – sowohl im Neugeschäft als auch im Vertragsbestand.
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Ein Blick auf die branchenweiten Zahlen der 74 im MAP-Report erfassten Lebensversicherer verdeutlicht diese Entwicklung. So sank die Zahl der neu abgeschlossenen Policen im Jahr 2024 auf 722.720 Verträge, nach 774.383 im Jahr zuvor. Auch der Gesamtbestand ging zurück: Zum Jahresende zählten die Versicherer zusammen noch 9,73 Millionen laufende Verträge – das sind 160.589 weniger als 2023. Besonders deutlich wird die Entwicklung in der Breite: Bei 59 der 74 Anbieter schrumpften die Bestände. Zwar legten die laufenden Neugeschäftsbeiträge leicht zu und erreichten rund 199 Millionen Euro, doch die Beitragseinnahmen im Bestand gaben auf etwa 4,2 Milliarden Euro nach – ein Minus von 1,66 Prozent.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Anbieter den Markt der Risikolebensversicherung prägen – und wie sich bei ihnen Neugeschäft und Bestand entwickeln. Wer führt den Markt der Risikolebensversicherung an? Die Antwort hängt stark davon ab, welche Kennzahl betrachtet wird:
- Eine Möglichkeit ist die Zahl der laufenden Verträge. Sie zeigt, welche Versicherer besonders viele Kundinnen und Kunden erreichen und damit eine breite Marktpräsenz besitzen. Die Leistung besteht hier vor allem darin, standardisierte Produkte über effiziente Vertriebswege in großer Zahl zu platzieren und so ein hohes Vertragsvolumen aufzubauen. Anbieter mit vielen Policen können dadurch große Teile des Marktes abdecken – auch wenn die einzelnen Versicherungssummen vergleichsweise niedrig ausfallen.
- Eine zweite Perspektive bieten die laufenden Beiträge im Bestand. Sie spiegeln wider, welche Prämien tatsächlich vereinnahmt werden, und hängen sowohl von der Zahl der Verträge als auch von der durchschnittlichen Versicherungssumme ab. Da Risikolebensversicherungen ein Todesfallrisiko absichern, bestimmen vor allem die vereinbarten Deckungs- beziehungsweise Versicherungssummen die Beitragshöhe. Anbieter mit hohen Absicherungssummen erzielen daher häufig ein größeres Beitragsvolumen – auch wenn sie weniger Policen verwalten. In dieser Betrachtung wird somit nicht nur die Reichweite eines Versicherers sichtbar, sondern auch das durchschnittliche Absicherungsniveau der übernommenen Risiken.
Versicherungsbote zeigt die Marktführer nach Beitragsvolumen in einer Bildstrecke
Versicherungsbote stellt in einer neuen Bildstrecke jene Versicherer vor, die 2024 nach laufenden Beiträgen zu den größten Anbietern der Risikolebensversicherung zählen. Neben dem Beitragsvolumen nennen wir zur Einordnung auch Kennzahlen zum Vertragsbestand, zum Neugeschäft sowie zur Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Alle Daten stammen aus dem MAP-Report 941 von Franke und Bornberg, der umfangreiche Branchen- und Bilanzkennzahlen zu Bestand, Neugeschäft, Beitragsentwicklung und Kostenstrukturen der deutschen Lebensversicherer enthält und über die Webseite des Analysehauses bezogen werden kann.
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