Die Allianz hat ihre vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 veröffentlicht. Im vergangenen Jahr habe der Versicherungsriese ein operatives Plus von 17,4 Milliarden Euro eingefahren. Damit kletterte das operative Ergebnis um 8,4 Prozent und erreichte damit das höchste operative Ergebnis in der Allianz Geschichte. Der Versicherer hatte ursprünglich mit einem Ergebnis zwischen 15,0 und 17,0 Milliarden gerechnet.

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„Die Rekordergebnisse der Allianz für 2025 zeigen erneut, dass wir in der Lage sind, zuverlässig unsere Versprechen zu erfüllen, auch in einem sich schnell ändernden und zunehmend polarisierten Umfeld. Unsere Leistungsfähigkeit geht weit über unsere finanzielle Disziplin und operative Resilienz hinaus“, sagte Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE.

Auch Finanzvorständin Claire-Marie Coste-Lepoutre freute sich über die guten Zahlen: „Wir hatten einen ausgezeichneten Start in unseren neuen Strategiezyklus. Unsere Performance unterstreicht die Stärke und Resilienz unseres Geschäftsmodells. Die Rekordergebnisse der Allianz für 2025 zeichnen sich durch sehr gutes Wachstum in allen Segmenten und hervorragende Profitabilität aus – bei weiter gestärkter Finanzkraft. Dies unterstreicht unsere Fähigkeit, nachhaltigen Wert für unsere Kundinnen und Kunden sowie Aktionärinnen und Aktionäre zu schaffen.“

Dividende soll auf 17,10 Euro steigen

Der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um 4,0 Prozent auf 186,9 Milliarden Euro. Der auf Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss legte um 10,9 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro zu. Die Solvency-II-Kapitalquote lag zum Jahresende 2025 bei 218 Prozent. Ende des Vorjahres hatte der Wert noch bei 208 Prozent gelegen. Die Dividende soll von 15,40 auf 17,10 Euro steigen. Im Vergleich zur letzten Ausschüttung ist das eine Steigerung von 11,0 Prozent. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Für 2026 plant das Unternehmen einen noch höheren operativen Gewinn als im Vorjahr. So solle ein Ergebnis zwischen 15,0 und 17,0 Milliarden eingefahren werden. „Für 2026 streben wir ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro, plus oder minus 1 Milliarde Euro, an. Zur Erreichung unseres Plans für die Jahre 2025 bis 2027 setzen wir die Umsetzung unserer strategischen Capital Markets Day Prioritäten konsequent fort“, sagte die Finanzvorständin.

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Allianz-Zahlen in der Übersicht

Die guten Zahlen seien auch durch den Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung unterstützt worden. Hier sei im vergangenen Jahr das operative Ergebnis um 1,7 Prozent gestiegen und liegt somit bei 5,6 Milliarden Euro. Die Neugeschäftsmarge sei mit 5,7 Prozent stabil geblieben. Der Barwert der Neugeschäftsbeiträge sei um 2,9 Milliarden Euro auf 84,7 Milliarden Euro angewachsen. Das ist ein Plus von 3,5 Prozent.

Allianz-Zahlen in der Übersicht:

  • Operatives Ergebnis steigt um 8,4 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro
  • Gesamtumsatz wächst um 4,0 Prozent auf 186,9 Milliarden Euro
  • Jahresüberschuss klettert um 10,9 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro
  • Solvency-II-Kapitalquote steigt von 208 Prozentauf 218 Prozent
  • Schaden-Kosten-Quote fiel um 1,2 Prozentpunkte auf 92,2 Prozent.
  • Vorstand schlägt Dividende in Höhe von 17,10 Euro pro Aktie vor, nach 15,40 Euro pro Aktie im Vorjahr
  • 2026 soll das operative Ergebnis zwischen 16,40 und 18,40 Milliarden Euro liegen

Schaden-Kosten-Quote sinkt

Die Komposit-Sparten legten beim Umsatz um 4,7 Prozent auf jetzt 86,7 Milliarden Euro zu. Gleichzeitig wuchs das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf 9,0 Milliarden Euro. Dies sei vor allem auf ein verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis zurückzuführen. Dadurch sei auch die Schaden-Kosten-Quote um 1,2 Prozentpunkte auf 92,2 Prozent angestiegen.

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Im Bereich der Kapitalanlagen vermeldet der Konzern verbesserte Zahlen. Während das Geschäftsvolumen um 5,8 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro wuchs, kletterte das operative Ergebnis um 3,0 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Gestiegen ist derweil das für Dritte verwaltete Vermögen. Hier kletterten die Zahlen um 70 Milliarden Euro auf 1.990 Milliarden Euro.

Einen Tag vor Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen hatte die Allianz ein erneutes Rückkaufprogramm für eigene Aktien angekündigt. In Summe sollen bis zu 2,5 Milliarden Euro investiert werden. Das Programm solle im März 2026 starten und bis spätestens zum Jahresende andauern. Die erworbenen Anteile will der Versicherer einziehen. Dadurch soll die Zahl der Aktien am Markt verringert werden. Ähnliche Programme hatte es bereits in der Vergangenheit gegeben.

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