Berufsunfähigkeitsversicherung: Vergleich der Überschüsse im Leistungsfall
Im Leistungsfall zeigt sich, wie stark eine Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich ist. Eine Marktauswertung offenbart große Unterschiede bei den Überschussbeteiligungen. Für Versicherte kann das im Ernstfall mehrere Hundert Euro pro Jahr ausmachen, erklärt BU-Experte Tobias Bierl.

Wie stark erhöhen Versicherer im Leistungsfall tatsächlich die monatliche BU-Rente? Eine Marktauswertung der Finanzberatung Bierl bringt Transparenz zur Überschussbeteiligung im Leistungsfall. Denn diese Kennzahl wird im Beratungsgespräch häufig nur am Rande erwähnt.
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Die Überschüsse im Leistungsfall sind nicht garantiert. Sie werden jährlich neu festgelegt und freiwillig gewährt. Dennoch können sie für Versicherte im Ernstfall einen spürbaren Unterschied machen. Bei einer monatlichen BU-Rente von 3.000 Euro bedeutet eine Überschussbeteiligung von 2,35 Prozent im Vergleich zu 0,70 Prozent einen Unterschied von rund 50 Euro pro Monat. Über mehrere Jahre summiert sich dieser Betrag erheblich.
„Die Überschüsse sind die Kirsche auf der Sahnetorte und sollten nie als Hauptkriterium dienen. Wer aber zwischen zwei gleichwertigen Anbietern wählt, sollte auch wissen, wer hier seit Jahren verlässlich in der Spitzenklasse agiert – und wer die Überschüsse heimlich nach unten korrigiert“, sagt Tobias Bierl, Gründer der Finanzberatung Bierl.
Auch 2026 ist die Spanne zwischen den Anbietern erheblich. Während einige Versicherer ihre Kunden im Ernstfall mit spürbaren Überschüssen beteiligen, zahlen andere kaum mehr als die garantierte Rente. Zur Spitzengruppe zählen laut Auswertung HDI (2,10 Prozent), HUK-Coburg (2,35 Prozent), Nürnberger (2,05 Prozent) sowie die Bayerische (2,00 Prozent). Am unteren Ende der Skala rangieren Helvetia (0,70 Prozent), der Münchener Verein (0,35 Prozent) und Canada Life (0,00 Prozent).
Gegenüber dem Vorjahr blieb das Niveau bei den meisten Anbietern stabil. Einzelne Gesellschaften wie CosmosDirekt (+0,45 Prozent) und die Stuttgarter (+0,40 Prozent) konnten moderat zulegen, während die Dialog ihre Überschussbeteiligung um 0,20 Prozentpunkte senkte.
Hier gibt es den vollständigen Marktüberblick mit der detaillierten Vergleichstabelle aller Anbieter seit 2020.
