BarmeniaGothaer steigert Gewinn deutlich
Die BarmeniaGothaer blickt auf ein erstes erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Beitragswachstum von knapp acht Prozent über alle Sparten hinweg setzt der Konzern ein Zeichen in Richtung des ambitionierten Ziels. Insbesondere die Bereiche Komposit- und Gesundheitsversicherung konnten punkten.

Die BarmeniaGothaer hat ihre vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach rechnet der Konzern mit einem Beitragswachstum von 7,9 Prozent auf rund 9,27 Milliarden Euro. Getragen werde diese Entwicklung vor allem von den Segmenten Komposit und Gesundheit, die mit Zuwächsen von 8,9 beziehungsweise 8,8 Prozent deutlich über dem Marktdurchschnitt liegen. Auch das Lebensversicherungsgeschäft sei mit einem Plus von 3,8 Prozent gewachsen.
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Parallel zum Beitragsanstieg konnte der Konzern seine Kapitalbasis verbessern. Das Eigenkapital soll zum Jahresende 2025 bei rund 2,07 Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr waren es noch 1,99 Milliarden Euro. Die Solvency-II-Quote werde sich voraussichtlich von 189,3 Prozent auf 201,1 Prozent verbessert. Der Konzernjahresüberschuss dürfte von 19 Millionen Euro auf etwa 101 Millionen Euro steigen.
„Das Jahr 2025 stand für uns ganz im Zeichen des Zusammenwachsens. Dabei wollten wir das Momentum aus der Geschwindigkeit der Zusammenführung der beiden Vorgängerunternehmen nutzen, um weiterhin das Marktgeschehen zu prägen und unseren Mitarbeitenden neue Perspektiven aufzuzeigen. Insbesondere vor dem Hintergrund der existierenden geopolitischen Spannungen und der schwachen konjunkturellen Lage in Deutschland, ist uns dies sehr gut gelungen“, erklärte Co-CEO Andreas Eurich. „Unser marktüberdurchschnittliches Beitragswachstum sowie unsere deutlich gestärkte Finanzkraft zeigen, dass unser Vorhaben, die komplementäre Marktkraft von Barmenia und Gothaer zusammen zu bringen, funktioniert“, ergänzte Co-CEO Oliver Schoeller.
Im Schaden- und Unfallgeschäft legen die gebuchten Bruttobeiträge der Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG und der Gothaer Allgemeinen Versicherung AG voraussichtlich um 9,4 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro zu. Besonders dynamisch habe sich das Mobilitätssegment mit einem erwarteten Plus von 15 Prozent sowie das Privatkundengeschäft mit zwölf Prozent Wachstum entwickelt. Im Firmenkundensegment wird ein Beitragszuwachs von 5,9 Prozent prognostiziert. Gleichzeitig verbessert sich die Schaden-Kosten-Quote. Diese sinkt bei der Gothaer Allgemeinen auf 91,2 Prozent und bei der Barmenia Allgemeinen auf 95,6 Prozent.
Auch das Krankenversicherungsgeschäft bleibt ein zentraler Wachstumstreiber. Die gebuchten Bruttobeiträge der Barmenia Krankenversicherung AG und der Gothaer Krankenversicherung AG sollen um 8,8 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro steigen. Hauptimpulsgeber ist die Vollversicherung mit einem Beitragsplus von 9,7 Prozent. In der Zusatzversicherung, einschließlich der betrieblichen Krankenversicherung, wird ein Wachstum von 6,3 Prozent erwartet. Die Zahl der Versicherten stieg bis Oktober 2025 auf über 3,2 Millionen Menschen. „Besonders stolz macht mich, das Bestandswachstum in der Vollversicherung um fast 9.000 Menschen. Eine erneute deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr und das stärkste Plus an versicherten Personen seit über 15 Jahren“, erklärt Christian Ritz, Vorstand Gesundheit bei der BarmeniaGothaer.
In der Lebensversicherung wachsen die gebuchten Bruttobeiträge der Gothaer Lebensversicherung AG voraussichtlich um 4,1 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Während das Marktwachstum vor allem von Einmalbeiträgen getragen wird, setzt das Unternehmen bewusst auf Stabilität im Bestand: Entgegen dem Markttrend sollen die laufenden Beiträge um 0,5 Prozent zulegen. Das Einmalbeitragsgeschäft wächst voraussichtlich um 16,2 Prozent.
Strategisch investiert der Konzern weiter in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Ziel sei es, Prozesse zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Dabei sieht der Vorstand keinen Stellenabbau durch KI: Trotz Effizienzgewinnen rechnet das Unternehmen angesichts altersbedingter Abgänge und natürlicher Fluktuation bis 2030 eher mit einem steigenden Personalbedarf.
