bAV international: So sichern Unternehmen ihre Expat-Mitarbeiter grenzüberschreitend ab
Internationale Mobilität wird für Unternehmen zum Normalfall und stellt die betriebliche Altersversorgung vor neue Herausforderungen. Fehlende Portabilität, steuerliche Risiken und Versorgungslücken bremsen Entsendungen. Integrierte Vorsorge- und Gesundheitskonzepte werden damit zum Wettbewerbsfaktor, unterstreicht Benedikt Grass, Chief Marketing Officer (CMO) von PassportCard.

Der globale Wettbewerb um Fachkräfte führt dazu, dass Unternehmen immer häufiger Mitarbeitende ins Ausland entsenden oder international mobile Teams aufbauen. Ursache dafür ist, dass viele Unternehmen auf Expertise angewiesen sind, die weltweit verteilt ist. Internationale Expansion und neue Märkte verstärken diesen Trend und machen mobile Belegschaften zunehmend unverzichtbar. Für diese Gruppe gewinnt die betriebliche Altersversorgung (bAV) an Bedeutung, da sie maßgeblich beeinflusst, wie attraktiv internationale Einsätze wahrgenommen werden. Studien zeigen jedoch, dass die Portabilität von Rentenansprüchen und Sozialleistungen über Ländergrenzen hinweg weiterhin eine große Herausforderung darstellt. Unklare Übertragungsmöglichkeiten, steuerliche Risiken und mögliche Versorgungslücken können die Bereitschaft zur Entsendung mindern. Gleichzeitig erwarten Expats heute neben finanzieller Sicherheit auch verlässliche Gesundheits- und Assistance-Leistungen, die ihren Alltag im Ausland unterstützen. Unternehmen stehen daher vor der Aufgabe, ein Versorgungskonzept zu entwickeln, das sowohl die rechtlichen und steuerlichen Anforderungen mehrerer Staaten berücksichtigt als auch die Attraktivität als Arbeitgeber stärkt.
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Herausforderungen der grenzüberschreitenden Altersversorgung
Sobald Mitarbeitende zwischen Staaten wechseln oder ein ausländischer Arbeitgeber beteiligt ist, entstehen sogenannte Auslandsrenten. In solchen Fällen müssen Unternehmen klären, ob ausländische Versorgungseinrichtungen anerkannt werden, wie Beiträge und spätere Leistungen steuerlich behandelt werden und wie sich Doppelbesteuerung vermeiden lässt. Die Komplexität steigt zusätzlich, weil viele Länder unterschiedliche Regeln zur bAV anwenden und internationale Versorgungsträger besonderen Anforderungen an Governance und Finanzierung unterliegen. Gemeint sind damit unter anderem Regeln zur Aufsicht und zur langfristigen finanziellen Stabilität der Versorgungseinrichtungen. Unternehmen müssen daher sowohl arbeitsrechtliche als auch steuer- und sozialversicherungsrechtliche Vorgaben aller beteiligten Staaten im Blick behalten.
Aktuelle Untersuchungen zeigen zudem, dass viele Betriebe trotz hoher Relevanz Schwierigkeiten haben, bAV-Lösungen für international tätige Mitarbeitende konsequent umzusetzen. Während Budgets teils stagnieren, bleibt der Wunsch der Beschäftigten nach planbarer Vorsorge hoch. Gleichzeitig wächst der Bedarf an global einsetzbaren Modellen, die in Wachstumsregionen ebenso funktionieren wie in klassischen Entsendestandorten. Eine Analyse des Fachmagazins European Pensions zeigt, dass internationale Vorsorgepläne an Bedeutung gewinnen, da sie flexibler sind und Hürden bei der Portabilität reduzieren.
Lösungsansätze für Unternehmen mit globalen Teams
In der Praxis verfolgen Unternehmen zwei grundsätzliche Strategien. Entweder wird der heimische Vorsorgeplan für die Dauer der Entsendung fortgeführt, was jedoch eine sorgfältige Prüfung der steuerlichen Anerkennung im Tätigkeitsland erfordert. Oder es werden internationale oder lokale Vorsorgemodelle gewählt, die auf die besonderen Anforderungen von Expats abgestimmt sind. Dazu zählen häufig internationale Rentenversicherungen oder gruppenbasierte Lösungen, die Altersleistungen, Invalidität und Hinterbliebenenabsicherung vereinen. Wir empfehlen, jede Entsendung einzeln zu prüfen, damit steuerliche Konflikte vermieden werden und die Vorsorgebiografie der Mitarbeitenden ohne Unterbrechungen fortgeführt werden kann. Gleichzeitig setzen immer mehr Unternehmen auf internationale Vorsorgepläne, also flexible Modelle, die weltweit einsetzbar sind und einen lückenlosen Erhalt von Altersansprüchen bei Standortwechsel ermöglichen. Solche Lösungen schaffen Klarheit für Unternehmen und geben Mitarbeitenden Transparenz über ihre langfristigen Ansprüche.
Gesundheitsleistungen als strategische Ergänzung
Neben der Altersversorgung spielt die Gesundheitsabsicherung eine zunehmend zentrale Rolle. Eine verlässliche Auslandskrankenversicherung ist für viele Expats ein entscheidender Faktor, da sie unmittelbare Versorgungssicherheit schafft. Studien zeigen, dass Stabilität im Gesundheitsbereich maßgeblich beeinflusst, ob internationale Einsätze als attraktiv wahrgenommen werden. Ergänzende Service- und Unterstützungsleistungen wie Telemedizin, mehrsprachige Beratung, medizinischer Rücktransport oder Unterstützung bei Einreise- und Steuerfragen erhöhen die Handlungssicherheit im Ausland und entlasten Unternehmen, da sie die Fürsorgepflicht stärken und administrative Risiken reduzieren. Gute Anbieter verbinden digitale Services mit persönlicher Betreuung. Digitale Prozesse beschleunigen Abläufe und erhöhen die Transparenz, während persönliche Beratung in komplexen Situationen Sicherheit schafft. Für Unternehmen entsteht dadurch ein integriertes Unterstützungsmodell, das sowohl organisatorische als auch finanzielle Risiken senkt und die Bindung internationaler Mitarbeitender stärkt. Untersuchungen aus der betrieblichen Praxis bestätigen, dass ein solches Gesamtpaket die Arbeitgeberattraktivität spürbar erhöht, weil es den Alltag im Ausland konkret erleichtert.
Warum integrierte Versorgungskonzepte überzeugen
Internationale Mobilität verlangt ein Versorgungssystem, das sowohl langfristige finanzielle Sicherheit als auch unmittelbaren Gesundheitsschutz gewährleistet. Die grenzüberschreitende bAV bildet dabei den strukturellen Rahmen, während ergänzende Gesundheits- und Assistance Leistungen den operativen Alltag im Ausland absichern. Unternehmen, die beide Bereiche konsequent miteinander verbinden, schaffen ein stabiles Fundament für ihre globalen Teams und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Arbeitsmarkt.
